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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Hatten

„Unhörbar, aber nicht harmlos“

13.05.2016

Hatterwüsting Dass der geplante Windpark in Hatterwüsting vielen Anwohnern ein Dorn im Auge und in der Wissenschaft umstritten ist, spiegelte sich auch in der hohen Besucherzahl der Informationsveranstaltung „Windkraft? Infraschall? Krankheit?“ der FDP Hatten am Mittwochabend im Hotel Meiners wider. Dr. Thomas Carl Stiller, Facharzt für Allgemeinmedizin aus Göttingen, und Dr. Gero Hocker, umweltpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im niedersächsischen Landtag, waren als Referenten zu Gast.

„Die Bürgermeinung ist der Treibstoff der Politik“, betonte Stiller zu Beginn seines Vortrags. Wenn die Anwohner keinen Windpark wollten, sollten sie dies’ deutlich zum Ausdruck bringen. „Es kann keiner behaupten, dass von den Anlagen nichts kommt“, sorgte sich ein Anwohner des geplanten Windparks. „Die Pläne liegen vor und wir müssen frühzeitig versuchen, sie zu verhindern.“

Ein Hauptgrund für die Ablehnung von Windparks in direkter Umgebung zu Wohngegenden sei die Angst vor körperlicher Schädigung. „Und die Angst ist begründet“, versicherte der Mediziner. Der Mensch könne den Infraschall zwischen einem und 16 Hertz zwar nicht hören, einen Effekt auf das Gehirn habe er aber trotzdem. Anhand verschiedener Fallbeispiele zeigte Stiller dem Publikum, welche Auswirkungen diese Art des Schalls auf Anwohner haben kann. „Zehn bis 30 Prozent der Bevölkerung reagiert sensibel auf Infraschall“, schätzte er. Und auch spezienübergreifend seien bei Hunden, Katzen und Mäusen Reaktionen auf Infraschall nachweisbar.

„Für uns ist das Thema Natur-, Umwelt- und Menschenschutz sehr wichtig“, erklärte Niels-Christian Heins, Fraktionsvorsitzender des Hatter Gemeinderats. „Wir waren nie gegen Windkraft, aber wenn sie so nah an Wohngebiete grenzen und das die Anwohner belastet, ist das nicht in Ordnung.“ Es entstünden im Landkreis immer mehr und größere Windkraftanlagen, so dass es wichtig sei, sich umfassend über die Auswirkungen des Infraschalls zu informieren.

Für die Gäste war der Infoabend, bei dem anschließend fleißig diskutiert wurde, vor allem eines – ein Denkanstoß.

Désirée Senft
Volontärin
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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