Kirchhatten - In einen Basar verwandelte sich am Sonnabend der große Saal im Gasthof „Zum Deutschen Hause“ in Kirchhatten. Eingeladen hatte wieder zur jährlichen Zwangsversteigerung der Obergerichtsvollzieher Rudi Schwarzer, der im Auftrag der Staatsanwaltschaft die aus verschiedensten Verfahren in der Asservatenkammer gelandeten Utensilien gegen Höchstgebot an die Frau und an den Mann bringen wollte. Von Werkzeugen aller Art wie Bohrmaschinen und Zubehör, Minianlagen, Autoradios und anderen Artikeln aus der Unterhaltungselektronik, Kochtöpfen, Gartengeräten und Bekleidungsstücken bis hin zu Parfüms und Aftershave, Uhren und Schmuck, einem Fahrrad, Kettensägen und Hochdruckreinigern war alles dabei – und das oft fabrikneu. Weil es sich meist um Diebesgut handelte, für das die Besitzer nicht ermittelt werden konnten, musste man sich nicht wundern, dass noch die Sicherungsknöpfe wie z.B. an verschiedenen Spirituosenfalschen vorhanden waren.

Über 300 Interessenten waren erschienen, um sich ein Schnäppchen zu ergattern, so konnte – unterstützt von der Familie mit Ehefrau Ingrid fürs Protokollieren und Juliane, Rouven und Kevin, die die Gegenstände an die neuen Besitzer überreichten und das Bargeld kassierten – der Auktionator zügig seine Arbeit erledigen. Geradezu im Minutentakt erfolgte die Versteigerung, oft mit humorvollen Einlagen des Versteigerers und Applaus der Gäste.