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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Machu Picchu: 21 Kanonenschüsse eröffnen Jahrhundertfeier

19.07.2011

LIMA Mit 21 Kanonenschüssen hat Peru die Feiern zum 100. Jahrestag der Entdeckung der Inka-Festung von Machu Picchu begonnen. Präsident Alan García nannte die Stätte eine „Synthese des Peruanischen“. Die Ruinenstadt war am 24. Juli 1911 von dem amerikanischen Archäologen Hiram Bingham aufgespürt worden. Ihre historische Bedeutung war bis dahin nicht erkannt worden.

Nach einer Inszenierung der traditionellen Opfergabe an Pachamama, die Mutter Erde, spielte die chilenische Folkloregruppe Los Jaivas „Die Höhen von Machu Picchu“ – die Vertonung eines Gedichts des chilenischen Nobelpreisträgers Pablo Neruda über die Inka-Festung. García lobte Nerudas Verse, seine Kritik an der Ausbeutung des Volkes durch die herrschende Elite beim Bau der Festung. „Der Weg der Freiheit und der Demokratie ist, dass das Volk für sich selbst arbeitet“, sagte García.

Bei der Planung der Feiern war von der Teilnahme von Weltstars wie Paul McCartney und Bono die Rede. Das Programm wurde aber zuletzt auf Künstler beschränkt, die eine nähere Beziehung zu Machu Picchu haben. Am Abend fand vor nur 200 Gästen eine Show statt, bei der die peruanische Sängerin Tania Libertad auf dem höchsten Punkt der Zitadelle der von bunten Strahlern ausgeleuchteten Anlage sang, begleitet von Orchestermusikern. Die Veranstaltung wurde von Wissenschaftlern kritisiert. „Ich zittere, wenn ich an die Lichtershow denke. Machu Picchu ist nicht nur Geschichte, sondern auch Fauna und Flora. Mit den starken Lichtern werden die Vögel sterben und die Blumen nachts aufblühen“, protestierte der angesehene peruanische Archäologe Luis Lumbreras im lokalen Fernsehen.

Die Unesco erklärte Machu Picchu 1983 zum Kulturerbe der Menschheit, am 7. Juli 2007 wurde die Stätte zudem in die Liste der „neuen Weltwunder“ aufgenommen. Zeitweise besuchten rund 2500 Touristen täglich die Ruinenstadt. Nach einem Erdrutsch im Januar 2010 mit zwei Toten und mehr als 2000 festsitzenden Reisenden wurde die Anzahl auf 500 beschränkt. Sie wandern über den historischen Inka-Pfad oder fahren mit der Bahn bis zum nahe gelegen Dorf Aguas Calientes.

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