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James Bond Agent 007 meldet sich zum Dienst

Teresa Dapp

London - Prinz William und Kate lassen sich nicht allzu oft im Kino blicken. Wenn am kommenden Montag (26. Oktober) allerdings der neue James-Bond-Thriller „Spectre“ Premiere feiert, sind die beiden 33-Jährigen dabei. Prinz Harry (31) bringen sie auch mit in die Royal Albert Hall. Dort gibt es normalerweise Konzerte statt Filme. Aber es ist ja auch die neue Bond-Folge – da ist vieles anders. In Deutschland müssen sich Fans noch bis zum 5. November gedulden.

Dass die Royals sich das jüngste Abenteuer von Agent 007 anschauen, passt: Viel britischer geht es wirklich nicht. Bond ermittelt und schießt im Auftrag ihrer Majestät, „Für England, James“ ist einer der Sprüche-Klassiker aus den Filmen. Nicht umsonst sprang die Queen (89) – okay, ihr Double – bei der Olympiafeier 2012 mit ihrem Geheimagenten aus einem Hubschrauber.

Und seit Daniel Craig (47) die Rolle übernommen hat, ist der Bond-Darsteller wieder Brite. Vorgänger Pierce Brosnan (62) ist nämlich Ire. Auch Regie führt mit Sam Mendes (50) ein Brite.

Große Erwartungen

Immerhin fast 35 Prozent der Briten halten Craig einer Umfrage der Zeitung „Sunday Times“ zufolge nach seinen ersten drei Filmen schon für den besten Bond überhaupt – hinter Sean Connery (85), der für gut 45 Prozent der Lieblings-Bond bleibt. Nach dem Mega-Erfolg von „Skyfall“ 2012, der kommerziell der einträglichste Bond überhaupt war, sind die Erwartungen mal wieder groß.

Immerhin schaffte Sänger Sam Smith (23) mit dem Titellied „Writing’s On The Wall“ schon mal einen kleinen Rekord: Als erster Bond-Song überhaupt eroberte das Stück die Spitze der britischen Single-Charts.

Wie immer tun die Produzenten alles, um den Hype anzuheizen. Ein Trailer nach dem anderen tauchte im Netz auf. Dank dieser Clips ist unter anderem bekannt, dass Craig alias Bond in „Spectre“ wieder auf Rollkragen setzt. Die künftigen Zuschauer dürfen sich auf einen waghalsigen Hubschrauberflug freuen und natürlich auf wilde Verfolgungsjagden im Auto – mal in Metropolen, mal in der verschneiten Natur. Die Grundstimmung scheint erneut eher düster – gelobt wird Craig ja vor allem für seinen zwar coolen, aber auch verletzlichen Agenten.

Auch die sogenannten Bond-Girls sind bereits hinlänglich eingeführt. Mit 51 Jahren ist Monica Bellucci die älteste 007-Liebschaft bisher – „ein Umsturz“, wie die Italienerin selbst feststellt. Sie sei denn auch kein Bond-Girl, sondern eine Bond-Lady, sagte sie dem „Guardian“.

Léa Seydoux (30), die als Psychologin mit dem Agenten zu Abend isst, schwärmt im Magazin „You“ der Zeitung „Mail on Sunday“ von der Chemie mit Craig am Set – „echte Komplizenschaft“ und der gleiche Humor. „Meine Liebesszenen mit Bond werden Sie neidisch machen“, wird sie auf dem Cover zitiert.

Waltz als Schurke

Doch viel mehr als den schönen Frauen fiebern die Fans dem Auftritt des Bösewichts entgegen: Mit Christoph Waltz (59) ist die Rolle vielversprechend besetzt. Schurken aus dem deutschsprachigen Raum gehören nach Meinung vieler Bond-Fans zu den besten – etwa Gert Fröbe in „Goldfinger“, Curd Jürgens in „Der Spion, der mich liebte“ und Klaus Maria Brandauer in „Sag niemals nie“, der nicht zur „offiziellen“ Bond-Reihe der Produktionsfirma Eon zählt. Wen spielt Waltz? Franz Oberhauser, heißt es. Aber das Gerücht hält sich hartnäckig, dass er den Superschurken Ernst Stavro Blofeld verkörpert. Den mit der weißen Katze. Kann es denn anders sein? Schließlich ist Blofeld Chef der Organisation „Spectre“, zuständig für „Terror, Rache und Erpressung“, und die gibt dem Film sogar den Namen. Wer sich mit dem von Hackern veröffentlichten Drehbuch beschäftigt, weiß mehr.

Bleibt Craig Bond?

Eine weitere Panne neben dem Drehbuch-Fauxpas war, dass Craig sich beim Dreh in Mexiko am Knie verletzte und sogar operiert werden musste. Ausgesetzt habe er aber nicht, sagte eine Eon-Sprecherin.

Ob das kürzlich veröffentlichte, Schlagzeilen bringende Interview des Magazins „Timeout“ mit Craig auch eine Panne war? Lieber schneide er sich die Pulsadern auf, als noch einmal Bond zu spielen, wetterte er – allerdings sind die Zitate vom Juli. Außerdem fügte er im Interview selbst abschwächend hinzu: „Ich will mindestens ein Jahr oder zwei nicht daran denken.“ Ein paar Monate könnten ja machbar sein. Zwischen „Skyfall“ und „Spectre“ lagen schließlich auch drei Jahre.

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