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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Als die Festivals ihre Unschuld verloren

08.08.2009

ALTAMONT Der Traum von Liebe, Frieden und Musik dauerte keine drei Monate. Nur wenige Wochen nach Woodstock, am 6. Dezember 1969, starben beim Festival von Altamont, Kalifornien, vier Menschen. Der 18-jährige Afroamerikaner Meredith Hunter wurde direkt vor der Bühne von einem Mitglied der Rocker-Gruppe „Hell’s Angels“ erstochen, die als Ordner eingesetzt worden waren. Oben spielten die Rolling Stones ihren Song „Under My Thumb“.

Wo große Menschenmengen sind, gibt es auch schnell große Probleme. Manchmal geht das harmlos aus, wie im September 1970 auf der Insel Fehmarn. Dort herrschte Windstärke 9, der Sturm blies die Musik in die Ostsee. Dass das Festival im Nachklapp trotzdem als „legendär“ eingestuft wurde, hat mit einem traurigen Umstand zu tun: Jimi Hendrix gab hier sein letztes Großkonzert, zwölf Tage später starb er.

Doch manchmal geht es auch richtig heiß zu, zum Beispiel 1977 im niedersächsischen Scheeßel. Statt der angekündigten 22 Bands spielten dort nur fünf. Erzürnte Rockfans zündeten daraufhin die Bühne an.

Ähnliches gab es ein Jahr später auf der Loreley zu besichtigen: Weil die Band Jefferson Starship kurzfristig ihr erstes Deutschlandskonzert absagte, legte auch hier eine rasende Menge Feuer.

Zu einem tragischen Unglück kam es im Jahr 2000 im dänischen Roskilde. Beim Auftritt der US-Band Pearl Jam starben im Gedränge vor der Bühne neun Menschen.

Doch Festivals stehen bei den Fans weiterhin hoch im Kurs. Zuletzt hatten die Veranstalter mit vergleichsweise geringen Sorgen zu kämpfen: Vor allem explodierende Gagenforderungen machen ihnen zu schaffen. „Vor zehn Jahren habe ich für einen Headliner umgerechnet 65 000 Euro ausgeben“, klagte unlängst der Veranstalter des Scheeßeler „Hurricane“-Festivals, Folkert Koopmans, „seitdem haben sich die Gagen versieben- bis verzehnfacht.“

Buchtipp: Folkert Koopmans, Katja Wittenstein: „Von Musikern, Machern & Mobiltoiletten – 40 Jahre Open Air Geschichte“, FKP Scorpio (168 S., 19,90 Euro).

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