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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Diplomatie: Auslandsreise mit großer Symbolkraft

03.02.2017

Seoul /Tokio Seine erste Auslandsreise als neuer US-Verteidigungsminister führt James Mattis von Donnerstag bis Samstag nach Südkorea und Japan. Angesichts der Spannungen in der Region ist es für beide Länder äußerst wichtig, sich des Engagements der USA für ihre Sicherheitsinteressen zu versichern.

Warum reist Mattis zuerst nach Südkorea und Japan?

Beide Länder sind die wichtigsten Verbündeten der USA in Asien. In beiden Ländern haben die USA eine starke Militärpräsenz: In Südkorea sind 28 500 amerikanische Soldaten, in Japan 54 000. Washington ist angesichts der wachsenden Rivalität mit China auf dauerhafte Allianzen in der Region angewiesen. Der Besuch von Mattis spiegelt zudem die wachsenden Sorgen der USA wegen Nordkorea. Seine Asienreise soll die Einheit der Bündnisse bekräftigen und die Entschlossenheit der USA demonstrieren, auch für die Sicherheitsinteressen der beiden Länder einzutreten.

Was sind die wichtigsten Themen?

Neben den Allianzen wird die Sicherheitslage in der Region im Mittelpunkt stehen. So wird Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm nicht nur von Südkorea und Japan als massive Bedrohung ihrer Sicherheit wahrgenommen. Die USA befürchten, dass das Regime von Kim Jong Un in nicht allzu ferner Zukunft über einsatzfähige Interkontinentalraketen (ICBM) verfügt, die auch US-Festland erreichen könnten. Bisher bereitete die Ungewissheit über die Asien-Politik des neuen US-Präsidenten Donald Trump in Ostasien eher große Sorgen. Dazu gehörten auch Äußerungen Trumps während des Wahlkampfs, wonach er Südkorea und Japan drängen wolle, mehr für die dortige Stationierung der US-Truppen zu zahlen.

Welche Themen werden in Südkorea besprochen?

Ein weiteres wichtiges Thema in Südkorea ist die geplante Aufstellung eines neuen US-Raketenabwehrsystems in diesem Jahr auf südkoreanischem Boden sein. Die Stationierung der gegen Nordkorea gerichteten Abwehrraketen des Typs THAAD wird von China und Russland kritisiert. In Südkorea wird auch spekuliert, dass die Regierung die USA um die Stationierung strategischer Waffen zur Abschreckung Nordkoreas bitten könnte. Auch dürften Mattis und sein Kollege Han Mi Koo bei ihren für Freitag geplanten Gesprächen auf die bevorstehenden großen Frühjahrsübungen der Streitkräfte beider Länder eingehen.

Was erwartet Japan von Mattis’ Besuch?

Japan erwartet zum einen eine Bekräftigung der Sicherheitsallianz zwischen den USA und Japan. Washington mit seinem atomaren Schutzschild ist Tokios wichtigster Sicherheitspartner in der Region. Erwartet wird in Tokio zudem, dass bei Mattis’ Besuch noch einmal bestätigt wird, dass die Sicherheitsallianz auch die Verteidigung der von Japan beanspruchten Senkaku-Inseln im Ostchinesischen Meer umfasst. Japan liegt mit China im Streit um die Felseninseln, da auch Peking die Inseln für sich beansprucht. Mattis wird am Freitag zunächst den japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe und am Samstag seine Kollegin Tomomi Inada in Tokio treffen.

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