BERLIN -

Redaktion Berlin

BERLIN - 32 Stufen unterhalb des Straßenniveaus, direkt am Spreeufer gegenüber des Doms eröffnete am vergangenen Sonnabend eine für Berlin bislang einzigartige Schau. Das DDR-Museum will die Frage beantworten, was von den 40 Jahren Alltagsleben in der DDR geblieben ist. Das Konzept soll die zahlreichen anderen Ausstellungen zu den Themen Berliner Mauer, innerdeutsche Grenze oder Stasi ergänzen.

„Objektiv in den Fakten, subjektiv in der Sicht der Dinge“, sei das neue DDR-Museum, lobt der Berliner Senat das Projekt, das vor zwei Jahren auf Initiative des Privatmanns Peter Kenzelmann ins Leben gerufen wurde. „Wir wollen Geschichte zum Anfassen bieten“, sagt Museumsdirketor Robert Rückel. Schmuckstück der Ausstellung ist ein Trabi in Papyrusweiß. „In den können sich unsere Besucher reinsetzen und das Gaspedal drücken.“

Der Gefahr, als unkritischer Bestandteil des Ostalgie-Trends gesehen zu werden, will das Museum durch die wissenschaftliche Aufarbeitung des DDR-Alltags begegnen. Unter der Leitung des Historikers Stefan Wolle wurde eine Ausstellung konzipiert, die Antworten auf eine breite Facette von Fragen geben soll. Ist ein Plattenbau-Wohnzimmer gemütlich? Wer ist Sudel-Ede? Aber auch: Wie ist das Gefühl, abgehört zu werden? In 16 Bereichen wird der Alltag in der DDR vermittelt. Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Urlaub und Mode sind nur einige Themenaspekte. Mehr als 300 ehemalige DDR-Bürger unterstützten die Museumsmacher, indem sie Dutzende Exponate spendeten.

www.ddr-museum.de