• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Berlinale: Frischer Wind für die 70. Filmfestspiele

17.02.2020

Berlin Mit Filmfestivals ist das so eine Sache. Monatelang wird hinter den Kulissen gearbeitet – und einmal im Jahr bekommt dann auch der Rest der Welt etwas mit. So ist das auch mit der Berlinale. Am Donnerstag (20. Februar) beginnen die Internationalen Filmfestspiele. Angekündigt sind Stars wie Johnny Depp, Helen Mirren und Willem Dafoe, außerdem US-Politikerin Hillary Clinton.

„Wir freuen uns, dass es jetzt losgeht“, sagt der künstlerische Festivalleiter Carlo Chatrian. Erstmals leiten der Italiener und die Niederländerin Mariette Rissenbeek die Berlinale. Auch Rissenbeek sagt, sie seien im positiven Sinn aufgeregt, „da wir so lange daran gearbeitet haben, um alles vorzubereiten“. Der Start war nicht gerade einfach. Nach Schließung eines Kinos am Potsdamer Platz musste Ersatz her. Auch gab es Debatten über Jeremy Irons als Jurypräsidenten wegen früherer Äußerungen von ihm etwa zum Umgang mit Frauen.

Was geändert worden ist

Auch wenn Chatrian und Rissenbeek als Führungsspitze neu sind: in der Filmwelt haben sie schon lange einen Namen. Chatrian leitete zuvor das Festival in Locarno und Rissenbeek war Geschäftsführerin von German Films, der Auslandsvertretung des deutschen Films. Er wirkt oft leidenschaftlich und gilt als absoluter Filmfreak, sie wirkt entspannt und freundlich.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Aber was werden beide machen aus der Berlinale, die neben Cannes und Venedig zu den wichtigsten Filmfestivals der Welt gehört? In der Vergangenheit gab es oft Debatten über die Filmauswahl und die Größe des Festivals. Zu viele schlechte Filme, meinten die einen. Zu unübersichtlich, sagten die anderen. Und überhaupt zu wenig Stars. Die neue Doppelspitze ändert nun ein paar Dinge. Chatrian hat den Wettbewerb reformiert und dort die Kategorie „außer Konkurrenz“ abgeschafft. Das bringt mehr Klarheit. Die Berlinale-Plakate zeigen keine echten Bären mehr, sondern haben was von Bauhaus. Dass Chatrian allerdings auch einen zweiten Wettbewerb geschaffen hat, sorgt mitunter für Skepsis. Diese neue Reihe namens „Encounters“ soll für „ästhetisch und strukturell wagemutige Arbeiten“ stehen. Ob das Konzept aufgeht? Immerhin verspricht auch der Wettbewerb viel Filmkunst, und zudem gibt es die experimentelle Forum-Reihe.

Im Wettbewerb um den Goldenen Bären jedenfalls sind auch zwei deutsche Regisseure dabei: Christian Petzold mit „Undine“ und Burhan Qurbanis Neuverfilmung von „Berlin Alexanderplatz“. 18 Filme konkurrieren um die Bären-Auszeichnungen.

Skandalpotenzial hat diesmal die Filmreihe „DAU“ des russischen Regisseurs Ilja Chrschanowski. Teile des Projekts dürfen in Russland nicht im Kino gezeigt oder auf DVD verkauft werden. Ein in Berlin geplantes DAU-Kunstprojekt wurde in Deutschland 2018 abgesagt, weil die nötigen Genehmigungen fehlten. Eröffnet wird die Berlinale mit der Romanverfilmung „My Salinger Year“ des Regisseurs Philippe Falardeau. Sigourney Weaver („Alien“) spielt darin eine Agentin des Schriftstellers J. D. Salinger. Erstmals wird der Eröffnungsabend auch in vier Kinos in Deutschland übertragen. Rund 340 Filme will die Berlinale bis 1. März zeigen. Außerdem treffen sich Filmvertreter zum Beispiel auf dem European Film Market. Wegen des neuartigen Coronavirus waren zunächst weniger Besucher aus China erwartet worden: „Die aktuellen Zahlen deuten aber keine eklatanten Einbrüche an“, teilte das Festival mit.

Oft auf rotem Teppich

Die neuen Festivalchefs wollen jeden Tag auf dem roten Teppich stehen. Den Vorgänger der beiden, Dieter Kosslick, konnte man an seinem roten Schal erkennen. Aber auch Chatrian meint nur: „Also wenn Sie jemanden sehen, der nicht stillhalten kann, dann erkennen Sie mich schon nach dem ersten Tag.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.