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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Cdu: Kandidaten-Rennen nimmt Fahrt auf

20.02.2020

Berlin Wer ist Ihr Favorit? Wen sähen Sie gern als CDU-Vorsitzenden? Angela Merkel winkt ab. Die Kanzlerin will sich nicht einmischen in die Führungsfrage, überlässt die Kandidatensuche anderen. Das habe sie bereits im Oktober 2018 versichert, als sie ihren Rückzug ankündigte.

Merkels Zitat

„Meine historische Erfahrung ist, dass die Vorgänger sich heraushalten sollten, und das befolge ich“, sagt sie. Doch bedeute dies nicht, dass sie nicht mit Kandidaten sprechen werde, erklärt Merkel – und lächelt.

Mischt die Kanzlerin beim Kandidatenpoker der CDU hinter den Kulissen dennoch mit? Schließlich gehören drei der vier bisher möglichen
Bewerber zu ihren Rivalen, könnten ihr als CDU-Chefs das Leben im Kanzleramt schwer machen und sie vorzeitig aus dem Amt drängen wollen.

Das Speeddating bei der Kandidatensuche geht also weiter. Am Dienstag hat Friedrich Merz den Auftakt gemacht und sich als Erster mit der Noch-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer in der Parteizentrale getroffen. Am Mittwoch dann folgen Vier-Augen-Gespräche mit CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Gesundheitsminister Jens Spahn. Bisher hat nur Röttgen offiziell die Bewerbung für den Vorsitz eingereicht.

Laschets Zögern

Laschet zögert und zaudert immer noch, hat seine Kandidatur wie Merz und Spahn bislang nicht offiziell erklärt. Er freue sich, „jetzt über eine Mannschaft mit der Parteivorsitzenden sprechen zu können“, sagt er am Nachmittag vor seinem Treffen im Berliner Konrad-Adenauer-Haus. „Ich werbe weiter für dieses Team“, erklärt er. Dafür haben sich zuletzt auch Merz und Spahn ausgesprochen.

Das Trio könne sich womöglich intern über eine Postenaufteilung verständigen und ein Paket schnüren, heißt es aus Parteikreisen. Dazu könnten dann neben dem Parteivorsitz auch die Kanzlerkandidatur, der Vorsitz der Bundestagsfraktion und mögliche Ministerämter zählen.

Kaum ist jedoch mit Röttgen ein vierter Bewerber im Rennen, greift dieser seine Rivalen und die von ihnen geforderte Teamlösung an. „Ich bin für offenen Wettbewerb und Transparenz und nicht für Hinterzimmer“, sagt er. Aktuell werde der Team-Begriff für eine „Hinterzimmerlösung ohne Wettbewerb“ verwendet.

Auch der Streit um das Verfahren und den Zeitplan für die Wahl des CDU-Vorsitzes spitzt sich weiter zu. Röttgen will eine Entscheidung noch deutlich vor der Sommerpause und fordert eine Mitgliederbefragung ähnlich wie bei der SPD.

Söders Skepsis

Das stößt auf Widerstand bei den Konkurrenten, aber auch bei anderen führenden Parteifreunden. „Ich bin von einem Mitgliederentscheid nicht überzeugt“, hat Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) erklärt und auf die schlechten Erfahrungen hingewiesen, die die SPD in der Vergangenheit mit einem solchen Verfahren gemacht hatte.

Skeptisch zeigt sich CSU-Chef Markus Söder. Wenn sich fast täglich Kandidaten meldeten, müsse man sehr aufpassen, dass man nicht durch falsche oder zu lange Zeitabläufe in eine ähnliche Lage wie die SPD komme, warnt er.

Andreas Herholz Korrespondentenbüro Berlin
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