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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Corona-Krise: Startsignal für den Sommerurlaub

14.05.2020

Berlin Millionen Sommerurlauber können hoffen: Reisen zu ausgewählten Zielen in Europa soll trotz der Corona-Pandemie wieder möglich sein. Österreich macht zum 15. Juni und damit rechtzeitig vor Beginn der Ferien die Grenzen nach Deutschland auf. Auch an der Grenze zu Frankreich und wohl auch zu Dänemark sollen die Schlagbäume wieder hochgehen. Ob und wann Urlaub auf Mallorca oder Kreta wieder möglich ist, ist noch nicht abzusehen. Die Vorbereitungen in beliebten Reiseregionen rund ums Mittelmeer laufen jedenfalls.

In welchen Ländern zeichnet sich eine Öffnung ab?

Die vielen Buchungen für den Sommer bereits aus der Zeit vor der Corona-Krise werden für Österreich nun wohl nicht storniert. Auch Länder wie Griechenland, die Türkei und Kroatien feilen an ihren Konzepten, den Urlaubern auch in Pandemie-Zeiten einen sicheren Aufenthalt bieten zu können. Am Flughafen im türkischen Antalya sollen Corona-Tests gemacht werden. Wenig Hoffnung auf ausländische Gäste haben Italien und das spanische Festland. Nach Mallorca will die Lufthansa und ihre Tochter Eurowings ab Juni aber wieder Flieger schicken.

Was ist mit der deutschen Reisewarnung ?

Außenminister Heiko Maas hatte am 17. März eine Reisewarnung für alle touristischen Reisen ins Ausland ausgesprochen – ein beispielloser Schritt. Sie ist zunächst bis zum 14. Juni befristet. Dass sie dann teilweise aufgehoben wird, gilt als wahrscheinlich – soweit es keine dramatischen Rückschläge bei der Pandemiebekämpfung gibt. Maas schwebt eine schrittweise Aufhebung vor. „Für Europa wird es sicher früher möglich sein, die Reisewarnung aufzuheben als für andere Reiseziele“, sagte der SPD-Politiker jüngst.

Warum ist die Reisewarnung wichtig?

Erst eine Aufhebung der Reisewarnung wäre das Startsignal für den Sommerurlaub im Ausland. Damit würde das Auswärtige Amt signalisieren, dass eine einigermaßen sichere Reise in das jeweilige Land möglich ist. Außerdem soll die Warnung auch nur dann aufgehoben werden, wenn eine sichere Rückkehr der Urlauber gewährleistet ist. Maas will kein zweites Mal eine Rückholaktion wie nach Ausbruch der Pandemie organisieren, bei der in einem wochenlangen Kraftakt 240 000 Deutsche mit Sonderflügen nach Hause gebracht werden mussten. Eine Aufhebung der Reisewarnung gibt auch den Veranstaltern Sicherheit: Kostenlose Stornierungen sind dann nicht mehr möglich.

Wie lang gilt die Nachreisequarantäne noch?

Wahrscheinlich wird die Regelung, wonach jeder, der aus einem europäischen Nachbarland nach Deutschland einreist, für 14 Tage in Quarantäne gehen muss, in einigen Tagen aufgehoben. Vielleicht schon am Samstag. Für Deutsche und Ausländer, die aus Drittstaaten einreisen, soll die Quarantäne-Regel allerdings weiterhin gelten.

Wie schätzen Tui und Co. die Lage ein?

Branchenprimus Tui sieht von Juli an die Chance auf einen vorsichtigen Neuanlauf von Urlaubsangeboten auf den Balearen und in Griechenland. Die Balearen gelten als ein geringeres Risiko-Gebiet als Festlandspanien. Der Reisekonzern nimmt an, dass Ferienorte in Griechenland und auf Mallorca, aber auch auf Zypern ab Juli bereit für Gäste sein könnten. Auch der Europa-Chef von DER Touristik, Ingo Burmester, ist zuversichtlich, „dass Urlaubsreisen ab Sommer in einigen ausgewählten Hauptreisezielen wieder möglich sein werden“. Der Konzern bereitet sich darauf vor, im Ausland Urlaub in Österreich, Dänemark, Kroatien, Portugal, Griechenland, auf Zypern, den Balearen, den Kanaren und möglicherweise in der Türkei anbieten zu können. Auch FTI sei nach eigenen Angaben bereit, Reisen in Nachbarländer sowie andere klassische Pauschalreiseziele der Nah- und Mittelstrecke anbieten zu können, sobald Auslandsreisen wieder möglich sind, wie Ralph Schiller, Geschäftsführer bei der FTI Group, sagt.

Wie könnte Urlaub im Ausland aussehen?

Die EU-Kommission schlägt vor, Hotels und Ferienparks sollen strenge Hygiene- und Sicherheitsanforderungen erfüllen müssen – etwa durch eine Begrenzung der Gästezahl, damit Abstandsregeln eingehalten werden können. Urlaube sollten zudem in Regionen möglich sein, die ausreichende medizinische Versorgung garantieren könnten.

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