• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
Tennishalle in Westerstede brennt
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 2 Minuten.

Türen Und Fenster Geschlossen Halten
Tennishalle in Westerstede brennt

NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Immer mehr können sich Urlaubsreise leisten

06.07.2019

Berlin Sommer, Sonne, Ferienzeit – doch lange nicht für alle: Millionen Bundesbürger sind so arm, dass sie sich keine Urlaubsreise leisten können. Etwa jeder Siebte (14,5 Prozent) konnte vergangenes Jahr nicht einmal eine Woche weg von Zuhause bezahlen, geht aus Daten des europäischen Statistikamts Eurostat hervor. Allerdings ist der Anteil in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken.

In Deutschland sind besonders Alleinerziehende betroffen. Für 31,1 Prozent von ihnen war im vergangenen Jahr keine Reise drin. Auch bei Alleinstehenden ist es oft knapp: Fast jeder Vierte musste seine Urlaubstage Zuhause verbringen.

Die Zahlen werden bei einer jährlichen Befragung zu materieller Entbehrung erhoben. In Deutschland hat sich die Lage demnach verbessert. 2014 waren noch 21 Prozent der Bundesbürger zu arm für eine Urlaubsreise, 2018 nur noch 14,5 Prozent.

In der gesamten Europäischen Union konnten sich laut Eurostat im vergangenen Jahr 27,6 Prozent der Menschen keine einwöchige Urlaubsreise leisten. Höher als in Deutschland war die Quote etwa in Frankreich mit 22,6 Prozent, in Großbritannien mit 22,5 Prozent und in Italien mit sogar 43,7 Prozent. Am größten ist der Anteil in Rumänien, Kroatien und Zypern, wo nicht einmal jeder Zweite in den Urlaub fahren kann.

Prozentual weniger Betroffene als in Deutschland gibt es in Dänemark (12,2 Prozent), Österreich (12,4 Prozent), Finnland (13,3 Prozent) und den Niederlanden (14,3 Prozent). Für Schweden und Luxemburg, wo sich traditionell auch mehr Menschen eine Urlaubsreise leisten können, liegen noch keine Zahlen vor.

Ausgerechnet in einem reichen Land wie Deutschland fehle vielen das Geld, beklagte Linken-Chef Bernd Riexinger. Das liegt aus Sicht der Linken an mangelnder Tarifbindung sowie niedrigen Löhnen und Renten. Außerdem bekämen viele Arbeitnehmer kein Urlaubsgeld oder 13. Monatsgehalt. „Hinzu kommt ein Hartz-IV-System, das gesellschaftliche Teilhabe einschränkt und sanktioniert“, sagte der Parteivorsitzende.

Hartz-IV-Bezieher müssen viel beachten, wenn sie in den Urlaub fahren wollen. Denn eigentlich sollen sie für die Jobcenter immer erreichbar sein. Allerdings regelt eine Erreichbarkeits-Anordnung, dass Betroffene bis zu drei Wochen im Jahr abwesend sein können, ohne dass die Bezüge gekürzt werden – wenn sie dies zuvor beantragen. Extra Urlaubsgeld gibt es nicht.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.