• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Unwetter: Donnerwetter lässt durchpusten

11.08.2018

Berlin /Nimes Nach Sturm und Gewittern mit zum Teil heftigen Regenschauern steht Deutschland mit Sonne und maximal 31 Grad ein eher entspanntes Sommerwochenende bevor. Vor allem an diesem Samstag bleiben die Temperaturen moderat bei höchstens 27 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag mitteilte. Nur im Norden muss vereinzelt mit Schauern gerechnet werden. Im Süden wird es heiter und sonnig. Am Montag kehrt die Hitze langsam wieder zurück – im Osten kann es örtlich 33 Grad und heißer werden.

Nach dem Unwetter am Donnerstagabend mussten sich Bahnreisende am Freitag auf mehreren Fernverkehrsverbindungen vereinzelt auf Einschränkungen einstellen. Am Morgen war die Strecke Hamburg-Hannover zeitweise gesperrt. Reisende auf der Strecke zwischen Berlin und dem Rheinland mussten mit Verspätungen von 30 Minuten rechnen. Für gestrandete Reisende hatte die Deutsche Bahn in der Nacht an mehreren Bahnhöfen wie Dortmund, Hamm, Hannover, Braunschweig und Berlin Aufenthaltszüge bereitgestellt.

Am Donnerstag war nach mehreren Tagen ohne Abkühlung eine Unwetterfront über Deutschland gezogen und hatte vor allem im Westen und Norden viele Schäden angerichtet. Mehrere Menschen wurden durch umstürzende Bäume verletzt. Besonders heftig war der Sturm am Donnerstag im Raum Hannover und an der Nordsee, wie ein Meteorologe des DWD am frühen Freitagmorgen mitteilte. An der Küste seien Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 km/h gemessen worden.

Nach schweren Unwettern in Südfrankreich haben Sicherheitskräfte intensiv nach einem vermissten Deutschen gesucht. Der Mann betreute nordwestlich von Avignon ein Ferienlager mit 119 jungen Menschen aus Deutschland. Die Kinder im Alter von 9 bis 17 Jahren der Gruppe aus Leverkusen wurden nach einer Überschwemmung ihres Campingplatzes in Sicherheit gebracht.

Ermittler starteten am Freitag eine Untersuchung und nahmen zwei Verantwortliche der Gruppe in Gewahrsam, wie Sicherheitskreise bestätigten. In der Untersuchung gehe es um den Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung, der Gefährdung des Lebens anderer, Schwarzarbeit und das ungenehmigte Betreiben eines Campingplatzes, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf den Staatsanwalt ergänzend berichtete. Der von der Gruppe genutzte Campingplatz liegt demnach in einem hochwassergefährdeten Gebiet.

Der Veranstalter St. Antonius in Leverkusen teilte mit, die beiden Vorsitzenden seien bei der Polizei und würden zu dem Geschehen befragt. „Sie wurden dazu abgeholt, von einer Festnahme war vor Ort keine Rede.“

Der Wohnwagen des vermissten Betreuers wurde bei der Überschwemmung mitgerissen und zerstört. Laut Gendarmerie ist der Gesuchte 70 Jahre alt. Der Veranstalter gab hingegen an, es handele sich um einen 66-Jährigen aus Köln. Bei der Suche wurden auch zwei Hubschrauber eingesetzt, wie die Gendarmerie mitteilte.

Drei Kinder, die zur Beobachtung ins Krankenhaus kamen und fünf Betreuer, die dort behandelt wurden, seien allesamt wieder zurück in ihrem provisorischen Lager, sagte eine Sprecherin des Leverkusener Veranstalters

Das Zeltlager war nach Angaben der Präfektur von Nîmes wegen des Unwetters geräumt worden. Der Campingplatz mit umgestürzten Wohnwagen und weggerissenen Zelten bot ein Bild der Verwüstung, wie Fernsehbilder zeigten. Laut Medien war der Valat d’Aiguèze, ein Nebenfluss der Ardèche, plötzlich über die Ufer getreten.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.