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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Was Sie im Sommer beachten müssen: Nicht nur wegen Corona – das sind die Regeln am Insel-Strand

28.07.2021

Borkum /Wangerland /Föhr Fast alle Bundesländer haben aktuell Ferien, und viele Menschen zieht es auf die deutschen Inseln und an die Küstenorte in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Viele Urlauber verbringen hier seit Jahren ihre Ferien, doch auch dieses Jahr zieht es wieder Neulinge an den Strand, die wegen der Corona-Pandemie auf einen Urlaub im Ausland verzichten. Damit der Strandtag für alle entspannt wird, ist einiges zu beachten.

Manches versteht sich eigentlich von selbst: Dass man sein sandiges Handtuch nicht ausgerechnet über die Frischeingecremten nebenan ausschüttelt etwa. Oder Fußball zwischen den Strandkörben spielt. Doch andere Dinge sind nicht ganz so eindeutig und unterscheiden sich manchmal von Ort zu Ort. Hinzu kommen dieses Jahr noch Corona-Regeln. Touristiker in allen drei Bundesländern bitten daher darum, sich über geltende Regeln zu informieren.

Anreise

Die Corona-Pandemie wird Touristen zunächst bei der Ankunft bewusst. In allen Bundesländern müssen sie in ihrem Quartier einen negativen Corona-Test oder einen Impf- oder Genesenen-Nachweis vorlegen. In Niedersachsen etwa muss bei einer Inzidenz zwischen 10 und 35 bei der Anreise und zweimal wöchentlich getestet werden. In Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein muss nur bei Ankunft ein negativer Test vorgelegt werden.

Corona-Regeln

Und auch am Urlaubsort gilt, was zu Hause eingeübt wurde: Abstand halten, Hygienemaßnahmen einhalten und Maske tragen. Viele Orte haben eigene Plakate und Infomaterial mit den geltenden Hygieneregeln erstellt oder Einbahnstraßensysteme am Strandaufgang entwickelt. Vielerorts gibt es auch digitale Services wie Online-Strandampeln, die volle Strandabschnitte oder Parkplätze anzeigen. Und Strandkörbe können mittlerweile an einigen Orten online reserviert und beispielsweise im Wangerland mit dem Smartphone geöffnet werden. Verschoben werden dürfen Strandkörbe übrigens weder im Wangerland noch in anderen Orten. Auch am Strand muss der Mindestabstand gewahrt werden.

Sandburgen

Neben den Corona-Regeln, die so oder ähnlich in vielen Orten der Republik gelten dürften, gibt es auch Besonderheiten, die so nur im Küstenurlaub zu beachten sind. „Häufige Strandgäste kennen die Regeln meist“, sagte eine Sprecherin der Föhr Tourismus. So ist das nicht nur bei Kindern beliebte Sandburgenbauen oftmals aus Küstenschutzgründen nicht überall gerngesehen und zumindest Regeln unterworfen. Auf der ostfriesischen Insel Borkum ist das Bauen im Sand generell erlaubt – je nach Strandbreite gibt es dafür aber mal mehr und mal weniger Platz. Strenger geht es dem Augenschein nach auf den nordfriesischen Inseln zu. Auf Föhr weisen Schilder darauf hin, dass Löcher nicht tiefer als 50 Zentimeter sein dürfen.

Spezielle Freiheiten

Wer sich nach dem Bauen der besagten Kleckerburg eine Zigarette anzünden, Drachen steigen lassen oder zur Abkühlung nackt in die Fluten springen will, sollte sich ebenfalls informieren, ob dies am jeweiligen Strandabschnitt erlaubt ist. In Wyk auf Föhr beispielsweise ist das Rauchen am Strand bis auf wenige Abschnitte verboten. Und ähnlich wie beim Handtuch ausschütteln gilt – wenn das Rauchen erlaubt ist – Rücksicht nehmen und den Rauch nicht in den Nachbarstrandkorb pusten. Und später den Zigarettenstummel nicht achtlos wegwerfen.

Veranstaltungen

Das Kultur- und Erlebnisangebot ist vielerorts noch nicht wieder so groß wie in Vor-Corona-Jahren. Der Zugang zu manchen Veranstaltungen bleibe reglementiert, sagte der Geschäftsführer des Landestourismusverbands Mecklenburg-Vorpommern, Tobias Woitendorf. Größere Veranstaltungen wie etwa die Störtebeker-Festspiele in Ralswiek wurden abgesagt. Auch in den anderen Urlaubsregionen an Nord- und Ostsee läuft das Kultur- und Sportveranstaltungsprogramm nicht auf vollen Touren.

Tierische Regeln

Und noch eins hat sich trotz Corona nicht verändert: Möwen füttern ist immer noch ein No-Go – egal ob auf Borkum, Norderney, Sylt, Helgoland oder in Warnemünde. „Möwen sollten nicht gefüttert werden“, sagt Dennis Möller vom Nordseeheilbad Borkum. Sie würden sonst immer wieder Urlauber beim Essen belästigen.

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