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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Corona-Krise: Nun ist das Durcheinander perfekt

02.09.2020

Brüssel Das Chaos wird mit jedem Tag größer. Wer derzeit beispielsweise von Brüssel nach Deutschland reist, muss entweder 14 Tage in Quarantäne oder einen negativen Test vorweisen. Allerdings ist unklar, wie aktuell dieser Test zu sein hat. Umgekehrt dürfen Bundesbürger weiter nach Belgien einreisen, müssen sich aber, sollten sie 48 Stunden oder länger bleiben wollen, vorher anmelden.

Sondervorschriften hat die Regierung in Brüssel für Reisende aus Düsseldorf, Darmstadt, Arnsberg im Sauerland sowie Ober- und Niederbayern erlassen. Diese Regionen werden in Belgien als Risikogebiete eingestuft. Warum? Dieselben Regeln gelten auch für Reisende aus Paris, während die Belgier selbst wiederum völlig problemlos in die französische Hauptstadt fahren können, die für andere ein Risikogebiet ist. Dänemark lässt Belgier dagegen generell rein. Die Grenzen zu Ungarn sind seit Dienstag wieder geschlossen. Das Durcheinander ließe sich fortsetzen: Einige Länder verlangen eine zehntägige Quarantäne, andere zwei Wochen.

Deutsche Vorschläge

Ein negativer Test darf – je nach Staat – 48 oder 72 Stunden alt sein. Ob er vor oder nach der Einreise präsentiert werden muss, ist unterschiedlich geregelt. Deutschland bereichert das Chaos durch eine neue Variante: Ab 1. Oktober muss zunächst jeder, der aus einem Risikogebiet einreist, fünf Tage in Quarantäne, ehe er einen aktuellen Test vornehmen lassen darf. Und überhaupt: Was gilt eigentlich als „Risikogebiet“?

An diesem Mittwoch treffen zunächst die EU-Botschafter der 27 Regierungen zusammen. Auf dem Tisch liegt dann ein Papier der deutschen EU-Ratspräsidentschaft. Darin warnt Berlin vor „einem fragmentierten Ansatz, wie er zu Beginn des Jahres zu beobachten war“. Die Bundesregierung fordert dazu auf, die „Integrität des Schengen-Raumes“ zu wahren. Wie das geschehen soll, ist allerdings noch offen. Dabei geht es vor allem um den Umgang mit den unterschiedlichen Statistiken der nationalen und europäischen Behörden.

Regeln vereinheitlichen

Wie das deutsche Robert-Koch-Institut legen auch die entsprechenden Ämter der Mitgliedstaaten die Tagesauswertungen der Infektionen vor und erlassen Reisewarnungen entsprechend dem Sieben-Tages-Durchschnitt. „Die Verwendung der gleichen Daten“, so heißt es in dem Papier der deutschen Ratspräsidentschaft, sei eine „Stellschraube“, um endlich zu gleichen Auflagen für Reisende zu kommen.

Dabei sollen auch die Kriterien für rote, gelbe und grüne Gebiete vereinheitlicht werden. Das Ziel der Aktion ist klar: Die Freizügigkeit innerhalb der Europäischen Union soll nur dann eingeschränkt werden, wenn es wegen der Pandemie unbedingt notwendig ist.

Detlef Drewes Redaktion Brüssel /
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