Osnabrück - Die Caritas warnt vor einem einheitlichen Mindestlohn. Eine solche gesetzliche Lohnuntergrenze gefährde Arbeitsplätze, sagte der Präsident des katholischen Wohlfahrtsverbandes, Peter Neher, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Er halte es im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit für entscheidend, dass es „nach Branchen und am besten auch regional differenzierte Lohnuntergrenzen“ gebe. Jeder Mindestlohn müsse vor dem Hintergrund der Lage der Langzeitarbeitslosen bewertet werden, unterstrich Neher. „Geschieht dies nicht, kann er zu mehr und nicht zu weniger Armut führen.“

Am Dienstag beraten erstmals die Unterhändler von CDU/CSU und SPD über die Themen Arbeit und Soziales. Dabei will die SPD ihre Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro auf den Tisch legen.