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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Der Ex-Cowboy siegt im Oscar-Ring

01.03.2005

HOLLYWOOD Das Box-Drama gewann in den wichtigsten Kategorien. Nicht erfüllt wurden hingegen die deutschen Oscar-Hoffnungen.

Von Wolfgang Hübner HOLLYWOOD - Mit 74 Jahren hat Clint Eastwood bei der 77. Oscar-Verleihung in Los Angeles den größten Triumph seiner langen Karriere errungen. Das packende Box-Drama „Million Dollar Baby“ bekam den wertvollsten Oscar für den Besten Film des Jahrgangs 2004, dazu den Regie-Oscar für Eastwood selbst und zwei Darsteller-Preise. Tragische Figur der Zeremonie in der Nacht zum Montag wurde der Regisseur Martin Scorsese. Seine Kino-Biografie „Aviator“ des Fliegers und Lebemanns Howard Hughes war eigentlich favorisiert gewesen.

Doch auch im fünften Anlauf konnte sich Scorsese nicht unter die Preisträger einreihen. Eastwood hingegen wiederholte und steigerte sogar noch seinen Erfolg von 1992, als er mit „Erbarmungslos“ siegte. Die Auszeichnung für seine Inszenierung von „Million Dollar Baby“ macht Eastwood nebenbei zum ältesten Regisseur, der je einen Oscar gewann. Er bedankte sich bei seiner im Publikum anwesenden 96-jährigen Mutter für „ihre Gene“ und kündigte an: „Ich habe noch eine ganze Menge vor“. Scorsese hingegen kann sich einstweilen nur damit trösten, dass auch so legendäre Filmemacher wie Alfred Hitchcock und Robert Altman fünfmal nominiert waren, aber immer den Kürzeren zogen.

Gleichfalls enttäuscht wurden die deutschen Hoffnungen: Weder das Nazi-Drama „Der Untergang“ von Regisseur Oliver Hirschbiegel in der Kategorie „Fremdsprachiger Film“ noch der viel gelobte Dokumentarstreifen „Die Geschichte vom weinenden Kamel“ konnten sich gegen starke Konkurrenz durchsetzen.

Neben Eastwood war seine Hauptdarstellerin Hilary Swank die andere große Gewinnerin der Oscar-Nacht. Denn Swank bekam abermals den Preis der besten Hauptdarstellerin, den sie schon vor fünf Jahren für „Boys Don’t Cry“ gewonnen hatte. Bei den männlichen Hauptdarstellern setzte sich der favorisierte Jamie Foxx durch, der in der Musiker-Biografie „Ray“ den verstorbenen Ray Charles faszinierend ähnlich spielte und sang.

Mit Morgan Freeman für seine Nebenrolle in „Million Dollar Baby“ errang ein zweiter Schwarzer neben Foxx einen Oscar bei der erstmals von Chris Rock moderierten Preisvergabe der US-Filmakademie mit ihren rund 5800 stimmberechtigten Mitgliedern. Mit insgesamt fünf Goldstatuetten war „Aviator“ zwar quantitativ erfolgreicher als „Million Dollar Baby“, der auf vier Auszeichnungen kam. Doch die Preise in den technischen Kategorien Kamera, Schnitt, Kostüme und Ausstattung zählen weniger als die allesamt besonders prestigeträchtigen Oscars für „Million Dollar Baby“, der am 24. März in die deutschen Kinos kommt.

Immerhin konnte sich die australische Schauspielerin Cate Blanchett den Oscar für ihre „Aviator“-Nebenrolle als junge Katherine Hepburn gegen Konkurrentinnen wie Laura Linney und Virginia Madsen sichern.

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