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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Die verlorene Katharina des Grünen Hügels

25.07.2016

Bayreuth Wolfgang Wagner posierte und repräsentierte – er war das Gesicht der weltberühmten Bayreuther Festspiele. Derzeit aber fehlt dem Opernhaus ein Wagner-Antlitz. Denn Tochter Katharina, die künstlerische Leiterin, tritt öffentlich nicht auf. Der Grüne Hügel erscheint wie eine Institution ohne Ikone – sie selbst wehrt sich.

„Es gibt keine Leitung“, sagt einer, der die Wagner-Familie und die Bayreuth-Szene gut kennt und deshalb seinen Namen nicht in den Medien sehen will. „Katharina Wagner“, sagt er, „taucht völlig ab.“ Natürlich ist die 38-Jährige nicht ganz weg. Sie inszeniert „Tristan und Isolde“, insofern ist sie da. Nur sichtbar ist sie nicht.

Sie präsentiert sich kaum mehr, und somit scheint es mit der Repräsentation auch nicht weit her. Blonde Mähne statt grauer Haube ihres Vaters, Fotos im Stil einer Kosmetikwerbung – so zeigte sich Katharina Wagner, nachdem sie 2008 mit ihrer Halbschwester Eva Wagner-Pasquier (71) die Nachfolge ihres Vaters angetreten hatte. Nach 2012 werden die Glamour-Bilder weniger. Aktuelle Fotos von ihr gibt es nicht.

Vor zwei Jahren noch war Katharina Wagner vereinzelt zu sehen, nicht groß geschminkt, ohne große Gesten. Nach der gefeierten Premiere ihrer „Tristan und Isolde“-Inszenierung im vergangenen Jahr kam sie nur so kurz vor den Vorhang, dass sie dem Blick der meisten entgangen sein dürfte. Dabei fielen die Reaktionen auf ihre düstere Interpretation der tragischen Liebesgeschichte durchaus positiv aus.

In dieser Saison ist Katharina Wagner noch nicht in Erscheinung getreten. Heute, sagt sie selbst, „kollidieren Arbeits- mit Repräsentationsinteressen“. Spekulationen über einen Rückzug aus dem öffentlichen Augenmerk sind für sie damit erledigt. Dabei ist sie mächtiger als je zuvor. Seit dem Abschied ihrer Halbschwester im vergangenen Jahr ist Katharina alleinige Vertreterin des Wagner-Clans im Festspielhaus.

Für die Außenwirkung der Festspiele spielen Persönlichkeiten eine wichtige Rolle, nicht anders als bei einem Bundespräsidenten. Den übrigens – Joachim Gauck – begrüßten Katharina und Eva Wagner-Pasquier nicht vor dem Portal, als er 2013 zum Festspielauftakt kam. Für Wolfgang Wagner hatte es dazugehört, als Festspielchef am Eröffnungstag die Prominenz zu begrüßen und für die Fotografen zu lächeln, mit seiner Frau – und Tochter Katharina.

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