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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Zweiter Weltkrieg: Hand in Hand für Versöhnung

14.02.2020

Dresden Kerzen, stilles Gedenken und eine kilometerlange Menschenkette: Dresden hat 75 Jahre nach der Bombennacht des 13. Februar an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg erinnert. Gleichzeitig gab es am Donnerstag viele mahnende Worte.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier warnte vor einer Zerstörung der Demokratie in Deutschland aus den Parlamenten heraus. Ohne die jüngsten Turbulenzen in Thüringen und die AfD direkt beim Namen zu nennen, sagte er, man erlebe, „wie Rechtsstaat und demokratische Institutionen verächtlich gemacht und ihre Repräsentanten beleidigt und angegriffen werden“.

Dresden war am 13. Februar 1945 und in den Tagen danach von britischen und amerikanischen Bombern schwer zerstört worden. Bis zu 25 000 Menschen starben im Bombenhagel und einem daraus folgenden Feuersturm.

Am Donnerstagabend reihte sich das Staatsoberhaupt mit rund 11 000 Bürgern in eine vier Kilometer lange Menschenkette ein – mit dabei waren auch der Herzog von Kent, Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) und Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Die Menschenkette will ein Zeichen setzen für Versöhnung und gegen den Missbrauch des historischen Datums durch Rechte. Tausende reichten sich dafür um 18 Uhr trotz Regens die Hand, um einen symbolischen Ring um die Innenstadt zu bilden.

„Wir gedenken heute aller Opfer von Völkermord, Krieg und Gewalt, und wir gedenken gemeinsam mit den Kriegsgegnern von einst“, sagte Steinmeier, eine weiße Rose am Revers, vor der Dresdner Frauenkirche. Das vom Sohn eines britischen Bomberpiloten geschaffene Kuppelkreuz der Frauenkirche sei ein Zeichen für Frieden und Verständigung, das weit über Dresden hinausrage. „Die vielen Kerzen heute in der Stadt, das sind Lichter der Hoffnung.“

Auch Oberbürgermeister Hilbert lobte die Menschenkette als „kraftvolles Zeichen“. Die Debatte um das Gedenken an ein so „schreckliches wie widersprüchliches Ereignis“ dürfe nicht den Rändern überlassen werden, sondern müsse aus der Mitte der Gesellschaft kommen. Linke Störer versuchten, das Gedenken in der Menschenkette mit Feuerwerk und Sprechchören zu behindern.

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