DüSSELDORF - DÜSSELDORF/DPA/AP - In Düsseldorf beginnen heute die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und FDP. Beide Parteien wollen die Gespräche zügig zum Abschluss bringen und bereits in dreieinhalb Wochen den CDU-Landesvorsitzenden Jürgen Rüttgers zum neuen Ministerpräsidenten wählen. In der ersten Verhandlungsrunde der jeweils sechsköpfigen Delegationen soll es zunächst um den Zeitplan gehen. Aber auch erste Sachthemen sollen besprochen werden.
CDU und FDP hatten die Landtagswahl am vergangenen Sonntag klar gewonnen. Die CDU kann damit nach 39 Jahren SPD-Herrschaft wieder den Ministerpräsidenten stellen, die FDP kann nach 25 Jahren in die Regierung zurückkehren. Bis 1980 waren die Liberalen Juniorpartner der SPD.
Zum Streitpunkt bei den Koalitionsverhandlungen könnten die Kohlesubventionen werden. Umstritten zwischen CDU und FDP ist auch die Stammzellenforschung.
Die Liberalen wollen die Forschung mit Stammzellen deutlich erleichtern, die CDU ist auf diesem Gebiet vorsichtiger.
Für die CDU sollen neben Rüttgers auch der designierte Finanzminister Helmut Linssen und die CDU-Kandidatin für das Amt der Wirtschaftsministerin, Christa Thoben, verhandeln. Weitere Mitglieder der CDU-Verhandlungsgruppe sind der Arbeitsmarktexperte Karl-Josef Laumann, der Arbeits- und Sozialminister werden soll, Agrarfachmann Eckhard Uhlenberg und der parlamentarische Geschäftsführer der Landtagsfraktion, Helmut Stahl.
Für die FDP werden Landeschef Andreas Pinkwart, Spitzenkandidat Ingo Wolf, Generalsekretär Christian Lindner, die stellvertretenden Landesvorsitzenden Angela Freimuth und Gisela Piltz sowie die parlamentarische Geschäftsführerin Marianne Thomann-Stahl verhandeln.
