Berlin - Jahrelang war Stefan Raab im Fernsehen zu sehen – und manches bleibt im Kopf: Maschendrahtzaun: Über dieses Wort amüsierten sich Millionen: „Durch dieses feuchte Erdreich rostet unser Maschendrahtzaun“, beschwert sich Regina Zindler 1999 in einer TV-Gerichtssendung. „Für mich klingt das ein bisschen wie Musik“, sagt Raab. „Maschendrahtzaun in the morning...“ wird ein Nummer-eins-Hit. Wadde hadde dudde da: Raab tritt im Jahr 2000 mit dem Lied „Wadde hadde dudde da?“ beim Eurovision Songcontest an. Manch einer erklärt den Entertainer für bescheuert, aber Raab schafft es im funkelnden Anzug auf Platz 5 von 24. Als der Sprücheklopfer gegen Box-Weltmeisterin Regina Halmich antritt, geht er mit gebrochener Nase aus dem Ring. Das ist nicht die einzige Verletzung, die er einsteckt. Bei „Schlag den Raab“ schlägt er mit dem Gesicht auf das Geröll und bricht sich das Jochbein. King of Kotelett: „Das ist doch keine Haltung zu sagen: Ich will nur gestalten, wenn ich auch King of Kotelett bin“, sagt Raab beim Kanzlerduell 2013 zu Bewerber Peer Steinbrück (SPD). Der Entertainer geht den Politiker wegen dessen „Kanzler oder nichts“-Haltung an. Das Zitat wird eines der einprägsamsten aus dem Bundestags-Wahlkampf. Duschkopf: In der ZDF-Show „Wetten, dass..?“ erzählt Raab, er habe einen Duschkopf entwickelt. Für Damen, deren Haare beim Duschen nicht nass werden sollen. „Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich im hohen Alter noch mal zum Frauenversteher werde.“ Die Sache mit dem Bier: Selbst vor dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) macht Raab nicht halt. Aus einem Videoschnipsel bastelt er ein Lied mit dem Text: „Hol mir mal ’ne Flasche Bier, sonst streik ich hier.“ Viva: Mit Ukulele, bunten Hemden und zurückgekämmten Haaren bespaßt Raab in den 90ern sein Publikum in der Viva-Sendung „Vivasion“. Ein Markenzeichen ist der „Zuschauer der Woche“: Ein Raab-Fan wird in die Kulisse eingebaut – dort guckt er die ganze Zeit mit dem Kopf heraus. Raab singt mit Prominenten und spricht Leute in der Fußgängerzone an. Vor mehr als zehn Jahren macht Raab anzügliche Witze über den Namen einer Schülerin und rückt sie in die Nähe der Pornobranche. Dafür wird er zu 70 000 Euro Schmerzensgeld verurteilt. Er handelte sich auch eine Klage ein, weil er eine Frau mit Schultüte als „perfekt getarnte Drogendealerin“ bezeichnet. Das Gericht wertet das allerdings als zulässige Satire.