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Bewohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten
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Aktualisiert vor 26 Minuten.

Feuer In Bakum-Lohe
Bewohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten

NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Ein Schwabe soll frischen Wind bringen

09.02.2010

BRüSSEL Erst Skepsis, jetzt Respekt: Günther Oettinger, künftig der deutsche EU-Kommissar in Brüssel, hat sich bei seiner Anhörung im Europaparlament am 14. Januar ordentlich geschlagen. Von der geplanten Gas-Pipeline Nabucco bis hin zu neuen Energiespar-Regeln: Fehlerfrei stand der neue Energiekommissar den Abgeordneten Rede und Antwort.

Mag er der Überzeugung sein, als EU-Kommissar am Wochenende mehr Zeit für seinen Sohn zu haben: Will Oettinger in Brüssel ernst genommen werden, kommt auf ihn harte Arbeit zu – vor allem in den ersten Monaten. Er muss sich ein Profil erarbeiten, neben so profilierten Kollegen wie Klimakommissarin Connie Hedegaard, Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia und der designierten Außenpolitik-Chefin Catherine Ashton, deren Resort sich mit seinem überlappt.

Für die meisten „Eurokraten“ ist der Schwabe ein unbeschriebenes Blatt, denn Oettinger hat sich im Gegensatz zu anderen künftigen Amtskollegen bisher wenig mit europapolitischen Ideen hervorgetan. Hartnäckig hält sich bei vielen die Überzeugung, er sei nur die zweite Wahl und überdies von Bundeskanzlerin Angela Merkel abgeschoben worden. Oettinger hatte mit einer Trauerrede für Hans Filbinger Unbill hervorgerufen, als er seinen Amtsvorgänger trotz dessen Rolle als NS-Marinerichter zum Gegner der Nazis erklärte. Später distanzierte er sich von dieser Aussage. Auch seine mangelnden Englischkenntnisse reizen manchen EU-Offiziellen zu Spötteleien.

Trotzdem gilt der Jurist als pragmatischer Generalist mit Liebe zum Detail und als „Netzwerker“ – alles wichtige Eigenschaften, um in Brüssel Erfolg zu haben. Er hat somit jede Möglichkeit, sich in den kommenden fünf Jahren seine Sporen zu verdienen. Dabei wird er beweisen müssen, dass er unabhängig von Politik und Wirtschaft in Deutschland sein Ressort gestaltet. Bislang stand die Bundesregierung bei der Liberalisierung der Energiemärkte auf der Bremse - als „deutscher“ Energiekommissar könnte vielleicht gerade Oettinger frischen Wind bringen.

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