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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

HAMBACHER FEST: Ein wichtiger Schritt zu Einheit und Freiheit

25.05.2007

Von Marc Strehler

Frage: Das Hambacher Fest wird als Meilenstein auf dem Weg zur Demokratie bezeichnet, das Hambacher Schloss gar als Wiege der Demokratie in Deutschland. Sind diese Einordnungen berechtigt?

Winkler: Das Hambacher Fest von 1832 war ein wichtiger Schritt auf dem langen Weg zu Einheit und Freiheit. Zwischen dem Wiener Kongress von 1814/1815 und der Deutschen Revolution von 1848 ist es ein bedeutendes Datum. Nach der Hochphase der Restauration erscholl zum ersten Mal ein lauter und deutlicher Ruf nach Freiheit und Einheit, der in ganz Deutschland gehört wurde. Ohne Vorkämpfer wie die rund 30 000 Teilnehmer des Hambacher Festes hätte es die Revolution von 1848 nicht gegeben.

Frage: Was war eigentlich der Auslöser für das Hambacher Fest?

Winkler: Die Menschen in der Pfalz waren unzufrieden mit der Zensur, der politischen Unfreiheit unter dem bayerischen Königshaus und hatten zugleich die Erinnerung an die Reformen in der „Franzosenzeit“ zwischen 1801 und 1814, als die Region zu Frankreich gehörte. Dazu kommt die Juli-Revolution von 1830 in Frankreich, ohne die das Hambacher Fest nicht vorstellbar wäre.

Frage: Ging vom Hambacher Fest eine Botschaft aus, die auch heute noch zeitgemäß ist?

Winkler: Manche Redebeiträge von damals muten auch heute noch sehr aktuell an – etwa die Forderung nach einer Gleichberechtigung der Frau. Man sollte das Hambacher Fest aber nicht heroisieren. Es gab dort ja die Forderung, eine provisorische Nationalregierung zu bilden. Von dieser Aussicht fühlten sich die Teilnehmer dann doch überfordert. Das Hambacher Fest war eine Kundgebung für Einheit und Freiheit, allerdings kein Versuch, eine deutsche Revolution auszulösen.

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