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31.08.2005

BERLIN BERLIN - „Big Business im Zeichen des Berliner Bären“ – so könnte man die Internationale Funkausstellung IFA umschreiben. Wenn sie vom 2. bis 7. September wieder mehr als eine viertel Million Besucher auf das Messegelände der Hauptstadt lockt, werden auch viele Händler dabei sein. Es werden Produkte fürs Weihnachtsgeschäft geordert und Milliarden umgesetzt.

Doch während hinten schon Geschäfte gemacht werden, darf vorne noch geguckt werden. Der Besucher bekommt einiges zu sehen: Die IFA 2005 ist größer als ihre Vorgängerin: Lag die Zahl der Aussteller 2003 bei 1032, sind es dieses Mal mit 1189 Ausstellern 15 Prozent mehr. Die vermietete Ausstellungsfläche sei sogar um 25 Prozent gestiegen, teilt die Messe Berlin mit. Auch die Besucherzahl von gut 270 000 solle übertroffen werden, sagt Jochen Stehle von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) in Frankfurt.

Voll wird es auf jeden Fall werden, etwa am Stand von Philips. Der Elektronikriese präsentiert unter anderem eine Wireless-Music-Center genannte Hifi-Anlage. Die verfügt über eine eingebaute 40-Gigabyte-Festplatte, auf der die Musik von bis zu 750 CDs gespeichert werden kann. Über bis zu fünf via WLAN mit dem Center verbundene Stationen kann man zum Beispiel im Schlafzimmer oder in der Küche auf die Musik zugreifen.

Das Wireless Music Center steht exemplarisch für den Trend zur Vernetzung. „Das ist ein ganz wichtiges Thema“, sagt Stehle. Ein weiterer Hersteller, der es aufgreift, ist Daewoo. Mit einem so genannten Home Gateway sowie einer IP-Set-Top-Box lassen sich verschiedene Unterhaltungselektronik- und Haushaltsgeräte verbinden und per Internet oder Handy von unterwegs steuern. Weitere Schwerpunkte sind nach Ansicht von Sharp-Sprecher Martin Beckmann Heimkino – neben Flachbildfernsehern repräsentiert durch Beamer und Surroundanlagen – sowie DVD-Rekorder. „Bei DVD-Rekordern spielen Geräte mit eingebauter Festplatte die größte Rolle.“ Die Tendenz geht zu Speichern mit mehr als 250 Gigabyte Kapazität. Zwar ist die DVD noch lange nicht obsolet. Doch potenzielle Nachfolger wie Blu-ray und HD DVD sind schon länger im Gespräch. NEC präsentiert das erste HD-DVD-Laufwerk für den PC, das auch herkömmliche DVDs und CDs abspielen kann.

Unter dem Motto „Groß und Flach“ werden erneut LCD- und Plasma-Fernseher die Publikumsmagneten sein. Sharp bringt einen LCD-Fernseher mit einer Bilddiagonale von 165 Zentimetern mit. Auch das Thema HDTV soll den Besuchern nahe gebracht werden. Die Konkurrenz schläft nicht: So zeigt Panasonic einen HDTV-tauglichen Plasma-TV mit einer Diagonale von 163 Zentimetern.

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