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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

75 Jahre Un: Seit 1945 im Einsatz für den Frieden

21.09.2020

Genf Die Vereinten Nationen (UN) erinnern im Jahr 2020 an ihr 75-jähriges Bestehen. Angesichts der Corona-Pandemie verzichtet die Weltorganisation mit Hauptsitz in New York jedoch auf große Feiern zu ihrem Jubiläum – für diesen Montag ist lediglich eine virtuelle Zusammenschaltung hochrangiger Politiker aus den 193 Mitgliedsländern geplant. Am Dienstag danach beginnt die Generaldebatte der 75. UN-Vollversammlung.

Kriege verhindern

Vor einem dreiviertel Jahrhundert, am 26. Juni 1945, unterzeichneten Vertreter von 50 Staaten im kalifornischen San Francisco die Charta der UN. Am 24. Oktober 1945 trat das Regelwerk in Kraft: Es war der Geburtstag der Weltorganisation. Angesichts des Schreckens des Zweiten Weltkrieges sollte der neue Staatenbund mit seinem Herzstück, dem Sicherheitsrat, eine Ära des gewaltlosen Miteinanders einleiten. „Künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren“, wurde als Leitmotiv ausgegeben. Als federführende Kraft traten die USA bei der Ausarbeitung der Charta in Erscheinung.

Weitere Ziele

Zwar trugen die UN seit 1945 zur Vermeidung von direkten militärischen Konfrontationen der Großmächte bei, doch etliche andere schwere Konflikte konnten sie weder verhindern noch lösen. So tobt in Syrien seit 2011 ein mörderischer Krieg. Afghanistan wird seit Jahrzehnten von Gewalt erschüttert. In Afrika versinken ganze Regionen wie die Sahelstaaten in blutigem Chaos. Neben der Friedenssicherung haben sich die UN zwei weitere übergeordnete Ziele gesetzt: Die Bekämpfung der Armut und den Schutz der Menschenrechte. Ein weiteres Ziel, die Förderung der öffentlichen Gesundheit, rückt in Zeiten von Covid-19 in das Blickfeld der Weltöffentlichkeit.

Resolutionen bindend

Alle UN-Mitgliedsländer haben in der Vollversammlung Sitz und Stimme. Die Beschlüsse der Vollversammlung haben jedoch keinen völkerrechtlich verbindlichen Charakter. Nur die Resolutionen des UN-Sicherheitsrats sind völkerrechtlich verbindlich. In dem 15 Mitglieder umfassenden Rat können die fünf ständigen Mitglieder jeden wichtigen Entschluss blockieren. Die fünf Vetomächte sind die USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien. Die Bundesrepublik Deutschland nahm Anfang 2019 für zwei Jahre als nichtständiges Mitglied am Hufeisentisch Platz. Die Bundesrepublik und die damalige DDR waren den Vereinten Nationen 1973 beigetreten.

Nobelpreis erhalten

Der Generalsekretär ist der höchste Verwaltungsbeamte der UN und gibt der Organisation ein Gesicht, seit 2017 nimmt der Portugiese António Guterres diese Position ein. Als einer der herausragendsten Vorgänger gilt Kofi Annan. Der Mann aus Ghana leitete das UN-Sekretariat von 1997 bis 2006. Annan erhielt zusammen mit den UN 2001 den Friedensnobelpreis. Der zweite Generalsekretär, Dag Hammarskjöld (1953-1961) prägte einen der meistzitierten Sätze in der UN-Geschichte: Die UN seien nicht geschaffen worden, „um die Menschheit in den Himmel zu bringen, sondern sie vor der Hölle zu bewahren“.

Überleben sichern

Eine Reihe von Programmen und Sonderorganisationen der UN nehmen verschiedene Aufgaben wahr: Vom UN-Hochkommissariat für Menschenrechte über das Kinderhilfswerk Unicef und das Flüchtlingshilfswerk UNHCR sowie das Entwicklungsprogramm UNDP bis hin zur Internationalen Arbeitsorganisation ILO. Die humanitären Institutionen der UN sichern das Überleben von Millionen Menschen weltweit – ob in Konflikten oder in Naturkatastrophen.

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