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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Gewaltwelle erschüttert US-Polizei

11.07.2016

Dallas /Baton Rouge Vom Attentat in Dallas noch unter Schock erlebte die Polizei in den USA am Wochenende eine neue Welle von Gewalt. In zahlreichen Städten des Landes gingen wieder Tausende Menschen gegen Polizeigewalt auf die Straße. Bei den Protesten wurden Hunderte Demonstranten festgenommen, allein 125 in Baton Rouge (Louisiana). In St. Paul (Minnesota) wurden Polizisten mit Steinen, Böllern und Molotowcocktails beworfen und fünf von ihnen verletzt.

In Dallas (Texas) schreckte am Sonnabend ein neuer Sicherheitsalarm auf. Ein Teil des Polizeihauptquartiers wurde abgesperrt und nach einer „verdächtigen Person“ gesucht, später folgte Entwarnung. In San Antonio (ebenfalls Texas) wurden anscheinend Schüsse auf das Polizeihauptquartier abgefeuert. Polizisten zufolge wurde das Gebäude getroffen.

Die Stimmung blieb vielerorts angespannt, es wuchs die Sorge, dass es zu weiterer Gewalt kommen könnte. Auslöser der landesweiten Proteste war der Tod zweier Afroamerikaner in den US-Staaten Minnesota und Louisiana durch Polizeischüsse. In der Nacht zum Freitag eskalierte die Lage: Der 25-jährige Afroamerikaner Micah Johnson erschoss während einer Demonstration gegen Polizeigewalt in Dallas fünf Polizisten und verletzte fünf weitere sowie zwei Zivilisten.

Offenbar plante der Polizistenmörder sogar eine noch größere Attacke als die tödlichen Schüsse auf die Beamten. Darauf deuten unter anderem Einträge in einem Tagebuch und der Sprengstoff hin, der in seiner Wohnung gefunden wurde, berichtete der Polizeichef von Dallas, David Brown, am Sonntag.

Als Motiv für das Attentat gilt Hass gegen Weiße. Brown zufolge wurde der Täter anscheinend „in seinem Wahn“ durch die Polizeischüsse auf die Schwarzen angestachelt und entschloss sich zu dem Angriff. Er soll zuvor im Garten seines Wohnhauses militärische Praktiken geübt haben – so die Heckenschützentaktik, die er bei seiner Attacke anwendete: schießen und dann immer wieder schnell den Ort wechseln.

Der Polizeichef enthüllte auch, dass der Täter während der stundenlangen Verhandlungen mit Polizisten wiederholt darüber gesprochen habe, wie viele Polizisten er wohl noch töten werde. Im Treppenhaus der Garage, in der er später gezielt getötet wurde, schmierte Johnson mit seinem eigenen Blut die Buchstaben RB an die Wand. Was das bedeutet, wird noch untersucht.

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