GORLEBEN - Der Polizeieinsatz zum Schutz des Castor-Transports wird den Steuerzahler wieder einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag kosten. Im niedersächsischen Landeshaushalt sind für den Einsatz 21,95 Millionen Euro vorgesehen. Der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU) geht aber davon aus, dass „entgegen dieser ursprünglichen Prognose eher ein höheres Kostenvolumen zu erwarten“ ist. Der 13. Castor-Transport ist der bislang längste.

Im vergangenen Jahr wurde die Atommülllieferung von rund 20 000 Polizisten geschützt. Es kamen genau 11 836 Polizeibeamte der Länder und 8156 des Bundes zum Einsatz. Nach Angaben der Polizei bewegt sich die Stärke der Kräfte dieses Jahr in ähnlicher Größenordnung.

Das Land übernimmt nach Angaben eines Ministeriumssprechers die Kosten für Unterkunft, Verpflegung, Transport und Überstunden der eingesetzten niedersächsischen Polizisten. Außerdem zahlt es an andere Bundesländer für entsandte Beamte.

Für den Schutz des Transportes auf der Bahnfahrt von der französischen Grenze bis zur Umladestation in Dannenberg sind wiederum die Beamten der Bundespolizei zuständig. Die Kosten ihres Einsatzes trägt der Bund.