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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Frankfurter Buchmesse: Groschenromane heiß begehrt

10.10.2011

FRANKFURT Groschenromane lesen ist ein bisschen wie Überraschungseier sammeln oder Vorabendserien schauen. Man weiß, was man bekommt, aber im Detail ist jedes Ei/jede Folge/jeder Roman dann doch ein bisschen neu. Das animiert zum Sammeln. Davon leben einige Verlage ganz gut. Nur allzu viel ändern darf sich nicht, sonst streiken die Leser.

Anders als das Buch eines einzelnen Autors ist ein Groschenroman ein Serienprodukt. „Dr. Norden“ ist seit 35 Jahren für den Kelter-Verlag im Dienst, knapp 1000 Einzelhefte sind seitdem erschienen. Ermittler „Jerry Cotton“ hat für Bastei Lübbe seit 1954 über 2800 Fälle gelöst. Die wöchentlichen Folgen – stets exakt 64 Seiten dick – gibt es für 1,50 oder 1,60 Euro im Zeitschriftenhandel. Der Hamburger Martin Kelter Verlag verkauft monatlich 3,3 Millionen Hefte von 55 parallel laufenden Titeln. Der Konkurrent Bastei Lübbe in Köln setzt pro Jahr 27 Millionen Hefte mit 31 Titeln ab.

Das Themenspektrum ist 2011 das Gleiche wie vor Jahrzehnten: Ärzte und Schicksale, Adel und Liebe, Familie und Heimat für die weibliche Leserschaft. Krimis und Grusel, Science-Fiction und Western für die männlichen Leser.

„Die Lesererwartung ist sehr konstant“, sagt der Leiter der Romanheftabteilung bei Bastei Lübbe, Florian Marzin. Man habe es mal mit Cross-over versucht, aber das habe nicht geklappt. Auch wenn die Formate sehr konstant blieben: Inhaltlich von gestern seien die Romane keineswegs: „Auch in unseren Liebesromanen schreiben die Menschen SMS und lernen sich über Facebook kennen.“

700 bis 1000 Euro bekommen die anonymen Autoren, die im Wechsel einzelne Folgen schreiben. Ein „routinierter Autor“, erfährt man aus Branchenkreisen, brauche ungefähr zwei Wochen für einen Roman.

Natürlich verkaufen die Verlage heute weniger Groschenhefte als vor 20 oder 30 Jahren. Genaue Zahlen bekommt man nicht, aber Schätzungen zufolge wurden früher vielleicht dreimal so viele Hefte gelesen. Es sei aber keineswegs so, „dass uns die Leser wegsterben“, betont Marzin: „Die Zahlen sind seit Jahren konstant.“ Seit zwei Jahren gibt es wichtige Serien auch als E-Book.

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