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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Vier Kilo Sprengstoff und selbstgebaute Waffen

11.10.2019

Halle Nach dem Fund von vier Kilo Sprengstoff im Fluchtwagen des mutmaßlichen Attentäters von Halle gehen die Ermittler davon aus, dass der 27-jährige Deutsche Stephan B. noch viel mehr Menschen töten wollte.

Haftbefehl beantragt

Generalbundesanwalt Peter Frank beantragte Haftbefehl gegen Stephan B. wegen zweifachen Mordes und versuchten Mordes in neun Fällen. Der Mann war am Mittwoch festgenommen worden, nachdem er vor der Synagoge eine 40-Jährige aus Halle und in einem nahe gelegenen Döner-Imbiss einen 20 Jahre alten Mann aus Merseburg, ein aktives Mitglied der Fanszene des Fußball-Drittligisten Hallescher FC, erschossen hatte.

Zuvor hatte Stephan B. vergeblich versucht, die Synagoge mit Waffengewalt zu stürmen. Mehr als 50 Menschen hatten sich zu dem Zeitpunkt in dem Gotteshaus aufgehalten und feierten das wichtigste jüdische Fest, Jom Kippur. Auf der Flucht verletzte der Täter zudem eine 40 Jahre alte Frau und deren 41 Jahre alten Mann mit Schüssen.

„Was wir gestern erlebt haben, war Terror“, sagte Generalbundesanwalt Frank. Mit seinem Bekennervideo und einem „Manifest“ im Internet sei es dem Schützen um weltweite Wirkung gegangen. Bei dem Angriff von Halle hat Stephan B. selbstgebaute Waffen benutzt, hieß es aus Sicherheitskreisen. Die Waffen waren nicht richtig zusammengesetzt, weswegen es Ladehemmungen gegeben habe.

In Klinken behandelt

Nach seiner Flucht war Stephan B. auf der B 91 südlich von Halle festgenommen worden. Er wurde laut Sicherheitskreisen in zwei Krankenhäusern behandelt. Schussverletzungen am Hals stammten aus einem Schusswechsel mit der Polizei in Halle, wo sich der Täter hinter seinem Wagen verschanzt hatte.

Am Donnerstagnachmittag wurde Stephan B. per Hubschrauber nach Karlsruhe gebracht. Dort wurde er dem Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof vorgeführt. Mit anderen kriminellen Handlungen war er zuvor nicht aufgefallen.

Grafik zum Thema als PDF.

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