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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Als ein kleiner Schritt zum riesigen Sprung wurde

20.07.2019

Hamburg Am späten Abend des 20. Juli 1969 war die Jahrhundert-Sensation perfekt: „The Eagle has landed“ („Der Adler ist gelandet“), funkte „Apollo 11“ vom Mond. Einige Stunden später betrat Neil Armstrong als erster Mensch einen anderen Himmelskörper. In Europa war es der 21. Juli, 3.56 Uhr (MEZ). Weltweit verfolgten 600 Millionen Menschen das Spektakel im Fernsehen, in Deutschland sendeten ARD und ZDF nahezu non-stop. „Ein kleiner Schritt für den Menschen, aber ein riesiger Sprung für die Menschheit“, waren Armstrongs legendäre Worte.

19 Minuten nach Armstrong kletterte Buzz Aldrin die Leiter der Mondlandefähre „Eagle“ hinunter. Zweieinhalb Stunden lang waren beide auf dem Mond unterwegs. Sie hissten die US-Flagge, stellten einen Laserreflektor auf und sammelten 21,5 Kilo Mondgestein. Am Sockel der Landefähre wurde eine Gedenkplakette befestigt: „Hier setzten Menschen vom Planeten Erde zum ersten Mal einen Fuß auf den Mond, Juli 1969. Wir kamen in Frieden für die ganze Menschheit.“

Der einsamste Mensch der Welt in diesen Stunden war Michael Collins, der als Pilot des Apollo 11-Mutterschiffs „Columbia“ in einer Mondumlaufbahn unverdrossen seine Runden drehte. Seine beiden Kollegen befanden sich 110 Kilometer unter ihm – und alle anderen Menschen waren rund 380 000 Kilometer entfernt. Collins berichtete Jahre später, dass er vor dem Mondflug oft einen Albtraum gehabt habe: Dass er nach einer fehlgeschlagenen Landung allein hätte zur Erde zurückkehren müssen.

Garant für die Mondflüge war die 112 Meter hohe Saturn V-Rakete des deutschen Konstrukteurs Wernher von Braun (1912-1977). Sie versagte kein einziges Mal und soll beim Abheben das lauteste künstliche Geräusch erzeugt haben, das je auf der Erde zu hören war.

Der historische Flug von „Apollo 11“ war der Höhepunkt des „Wettlaufs ins All“, den sich die Supermächte USA und UdSSR in den 1960er Jahren lieferten. Anfangs gingen alle Rekorde an die Russen, die bereits am 4. Oktober 1957 den Satellit „Sputnik“ in eine Erdumlaufbaum schossen. Die Hündin Laika war am 3. November 1957 das erste Lebewesen im Weltraum, am 12. April 1961 umrundete Juri Gagarin (1934-1968) als erster Mensch einmal die Erde.

Um nicht komplett ins Hintertreffen zu geraten, gab der damalige US-Präsident John F. Kennedy 1961 eine stolze Parole aus: Vor dem US-Kongress verpflichtete er seine Nation, bis zum Ende des Jahrzehnts „einen Menschen auf dem Mond zu landen und heil wieder zurück zu bringen“. Tragischerweise bekam er den Triumph der Landung nicht mehr mit: Am 22. November 1963 trafen ihn die tödlichen Schüsse in Dallas. So war es sechs Jahre später US-Präsident Richard Nixon, der mit den Astronauten auf dem Mond telefonierte.

Doch nach der ersten Mondlandung war die Luft raus aus dem Apollo-Programm. Schon „Apollo 12“ im November 1969 wurde öffentlich kaum noch wahrgenommen. Mit „Apollo 17“ Ende 1972 war Schluss. Insgesamt zwölf Menschen haben in dieser Zeit den Mond betreten – bis auf die ersten beiden kennt kaum jemand ihre Namen. Der bislang letzte Mensch auf dem Mond war Eugene Cernan von „Apollo 17“ am 14. Dezember 1972. Der nächste – und 13. – könnte ein Chinese werden.

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