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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Corona-Krise: So laufen die Tests am Flughafen

25.07.2020

Hannover /Bremen Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen mehr Coronatests für Reiserückkehrer. Wer aus sogenannten Risikogebieten im Ausland einreist, soll künftig unmittelbar nach der Rückkehr auf das Coronavirus getestet werden. Wir klären die wichtigsten Fragen:

Was hat zur Entscheidung der Minister geführt?

Insbesondere bei Einreisen aus Risikogebieten besteht die Gefahr, dass das Coronavirus erneut nach Deutschland eingeschleppt wird, so Oliver Grimm, Sprecher des Gesundheitsministeriums in Hannover. Auch wer aus Staaten einreist, die nicht als Risikogebiet im Sinne der Veröffentlichungen des Robert Koch-Instituts ausgewiesen sind, werde sich zukünftig innerhalb von 72 Stunden nach Einreise im Rahmen der Verordnung des Bundes testen lassen können.

Wo soll auf das Virus getestet werden?

Der Beschluss sieht zunächst Tests an den internationalen Flughäfen vor, an denen Maschinen aus Risikogebieten landen. Das wären unter anderem die Flughäfen Bremen und Hannover. „Für den Straßen-, Bahn- und Busverkehr aus Risikogebieten im Ausland sollen im grenznahen Bereich verstärkt stichprobenhafte Kontrollen mit der Möglichkeit der Erhebung von Personendaten durchgeführt werden“, erklärt Grimm. Der Beschluss sieht auch die Möglichkeit zur Testung „an ausgewählten Stellen“ in Grenzregionen – beispielsweise entlang der deutsch-niederländischen Grenze – vor.

Von welcher Größenordnung geht das Land aus ?

Allein der Flughafen Hannover rechnet nach eigenen Angaben mit rund 10 000 Personen, die derzeit pro Monat aus Risikogebieten einreisen. Zur Gesamtzahl der Einreisenden aus Risikogebieten liegen dem Gesundheitsministerium nach Grimms Angaben keine Zahlen vor. Die Tests sollen freiwillig und kostenlos für die Betroffenen sein. Die Kosten teilen sich Bund und Länder.

Dürfen Rückkehrer auch zum Gesundheitsamt?

„In der Tat sind Reiserückkehrer aus Risikogebieten laut der Corona-Verordnung sogar verpflichtet, die örtlichen Gesundheitsämter über die Aufnahme ihrer Quarantäne zu informieren“, erklärt der Ministeriumssprecher. Auf Verlangen muss dem Gesundheitsamt auch der Nachweis über ein negatives Testergebnis vorgelegt werden.

Entfällt die Quarantäne, wenn der Test negativ ist?

In diesem Fall verweist das Ministerium ebenfalls auf die aktuelle Corona-Verordnung des Landes. In Paragraf 27 ist geregelt, dass betroffene Personen ein ärztliches Zeugnis in deutscher oder englischer Sprache vorlegen müssen, das bestätigt, dass keine Anhaltspunkte für eine Infektion mit dem Coronavirus vorliegen. „Das ärztliche Zeugnis muss sich auf eine molekularbiologische Testung (...) stützen, die in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem sonstigen durch das Robert Koch-Institut bekannt gegebenen Staat durchgeführt und höchstens 48 Stunden vor der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland vorgenommen worden ist“, heißt es in der Verordnung des Landes. Und: Betroffene müssen das ärztliche Zeugnis für mindestens 14 Tage nach der Einreise aufbewahren.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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