HANNOVER - Die ersten Glückwünsche kommen aus Berlin: Linke-Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch („Dieser Wahlabend wird die Parteienlandschaft in Deutschland verändern“) bescheinigt den niedersächsischen Parteifreunden um Kreszentia Flauger und Dieter Dehm einen „Durchbruch im Westen“ mit dem klaren Einzug ins Leineschloss.

Dort will die kleinste Oppositionspartei vor allem die Themen „Armut, Hartz IV, gebührenfreie Bildung und Mindestlohn einbringen“, wie Spitzenkandidatin Flauger am Sonntagabend ankündigt: „Unsere Wähler wollen keine Hartz-IV-Partei, sondern mehr soziale Gerechtigkeit.“ Und: „Die Linke wird ein belebendes Element im Parlament sein. Darauf freue ich mich.“ Die Linke werde nicht mit Anträgen im Landtag geizen.

Auch Spitzenkandidat Manfred Sohn versprach einen „munteren“ Auftritt der Linken im Landtag. „Wir werden eine bissige Oppositionskraft“, betont Sohn, der vor allem auf das herausragende Abschneiden bei arbeitslosen Bürgern in Niedersachsen verweist. „26 Prozent der Arbeitslosen haben uns gewählt.“