Hannover - Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) wirbt für den Reformationstag 2018: Bundesweit gebe es am 31. Oktober Gottesdienste, kulturelle Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen, erklärte ein EKD-Sprecher am Donnerstag in Hannover. Als neuer Feiertag im Norden und mit Aktionen in Deutschland unterstreiche der Reformationstag seine öffentliche Bedeutung.

In den vier Bundesländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg und Bremen freuten sich die Menschen am 31. Oktober über einen neuen Feiertag, hieß es weiter. In Hamburg finde in der Hauptkirche St. Petri ein ökumenischer Gottesdienst mit Bischöfin Kirsten Fehrs und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen statt.

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg will den diesjährigen Reformationstag mit katholischen und methodistischen Christen begehen. In der Vechtaer Klosterkirche seien ab 17 Uhr ein Podiumsgespräch und eine ökumenische Andacht geplant, teilte die oldenburgische Kirche mit. Die Klosterkirche wird im Oldenburger Land von evangelischen und katholischen Christen gleichermaßen für Gottesdienste genutzt. An der Diskussion beteiligen sich der evangelische Kreispfarrer Michael Braun aus Cloppenburg, die methodistische Pastorin Bärbel Krohn-Blaschke aus Wilhelmshaven und der katholische Offizialatsrat Bernd Winter aus Vechta, hieß es.

1517 hatte Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen gegen die Missstände der Kirche seiner Zeit veröffentlicht, die er der Überlieferung nach am 31. Oktober an die Tür der Wittenberger Schlosskirche nagelte. Der Thesenanschlag gilt als Ausgangspunkt der weltweiten Reformation, die die Spaltung in evangelische und katholische Kirche zur Folge hatte.