HANNOVER - HANNOVER/DPA - Enttäuscht haben Vertreter der Krankenkassen und der Politik auf die Eckpunkte für die Gesundheitsreform reagiert. Der Chef der niedersächsischen FDP, Philipp Rösler, forderte von der Großen Koalition in Berlin, auf die geplante Steuererhöhungen zu verzichten: „Es geht nicht, dass der Topf für den Gesundheitsfonds durch Steuergelder finanziert werden soll.“ Die für 2007 erwartete Finanzierungslücke bei den Kassen einzudämmen, habe die Große Koalition nicht geschafft, teilten die Kaufmännische Krankenkasse KKH und die AOK Niedersachsen am Montag in Hannover mit. Für die angekündigte Erhöhung der Beitragssätze sei somit allein die Politik verantwortlich. „So werden wieder einmal Versicherte und Arbeitgeber die Zeche für eine verfehlte Gesundheits- und Finanzpolitik zu zahlen haben“, sagte der KKH-Vorstandsvorsitzende Ingo Kailuweit. Positiv wertete er, dass künftig auch die private Krankenversicherung zur Finanzierung der Gesundheitsversorgung herangezogen werden soll.
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