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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Corona-Krise: Bangen zwischen Urlaubsende und Schulstart

20.08.2020

Hannover /Vechta Kurz vor dem Ferienende richtet sich in der Corona-Pandemie der Blick verstärkt auf Reiserückkehrer. Angesichts steigender Infektionszahlen auch in Niedersachsen stellt sich die Frage, ob Testpflicht und Quarantäne-Maßnahmen funktionieren. Ein Überblick zur Lage kurz vor dem Schulstart in der kommenden Woche.

Gibt es Regionen mit hohen Infektionszahlen?

Die Zahl der bestätigten Infektionen in Niedersachsen stieg bis Mittwoch auf 15 681. Das sind 157 mehr als am Tag zuvor, wie die Landesregierung mitteilte. Binnen einer Woche kamen 541 Fälle hinzu. Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen war im Landkreis Vechta mit 22,4 am höchsten. Es folgte die Stadt Salzgitter mit 19,2 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. Landesweit lag diese sogenannte Inzidenz bei 6,8.

Woher rühren die Infektionen in Niedersachsen?

Mit 727 Fällen haben sich die meisten Infizierten in Deutschland angesteckt. Das sei das Ergebnis einer Nachverfolgung der Gesundheitsämter in den vergangenen fünf Wochen, hieß es aus dem Gesundheitsministerium. An zweiter Stelle standen dabei 95 Infektionen bei Rückkehrern aus dem Kosovo. Es folgten Kroatien (79) und mit größerem Abstand die Türkei (41).

Wie funktioniert die Testpflicht?

Da sich in Deutschland niemand für eine Reise abmelden muss, ist eine genaue Übersicht und Kontrolle bei der Rückkehr gar nicht möglich. Aus dem Gesundheitsministerium in Hannover gab es aber schon mehrmals den Hinweis, dass es sich um eine Straftat handele, wenn der Testpflicht nicht nachgekommen werde.

Diese gilt seit dem 8. August für alle Urlauber, die aus Ländern mit vielen Infizierten zurückkommen. Wer kein negatives Test-Ergebnis von kurz vor der Abreise dabei hat, muss sich nach der Ankunft in Deutschland testen lassen. Dies ist bis zu drei Tage nach der Einreise kostenlos möglich, wie die Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) festlegt.

Wo wird überhaupt getestet?

In Niedersachsen betreibt die Kassenärztliche Vereinigung (KVN) neben dem Testzen­trum am Flughafen Hannover landesweit neun weitere Testzentren. Dort erfahren die Getesteten auch, wie sie über das Ergebnis informiert werden. Das ist laut KVN in der Regel innerhalb von 24 Stunden verfügbar. Sollte der Test positiv sein, wird dies auch dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet und der Patient erhält Infos, wie er sich zu verhalten hat. Da ein negatives Testergebnis immer nur als eine Momentaufnahme angesehen wird, ist laut Bundesgesundheitsministerium eine Wiederholungstestung sinnvoll. Testen lassen kann man sich auch beim Hausarzt.

Was bedeuten die Infektionen für den Schulstart?

Nach den Sommerferien soll der Unterricht am Donnerstag, 27. August, wieder beginnen. Das Kultusministerium geht weiter von einem „eingeschränkten Regelbetrieb“ aus. Es wird in voller Klassenstärke unterrichtet; es gilt kein Mindestabstand, dafür gibt es feste Lerngruppen; für Hygiene muss gesorgt sein. Mit Blick auf eine Maskenpflicht im Unterricht zeigte sich Landes-Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) weiterhin skeptisch. Er begründete dies mit der oftmals nötigen Mimik und den sommerlichen Temperaturen.

Der Philologenverband Niedersachsen und die oppositionellen Grünen im Landtag sehen nur eine mangelnde Vorbereitung auf den Schulstart.

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