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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

So kommen Hunde und Katzen gut durch die Hitze

06.07.2018

Hofheim Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen – aber nicht für alle ist das ein Grund zur Freude: Hunde und Katzen leiden oft unter der Hitze. Kommen dann noch Insektenstiche oder Parasiten wie Zecken hinzu, kann der Sommer zur Qual werden. Mit einigen Tipps kann man den Tieren das Leben allerdings erleichtern.

Insbesondere Hunde haben mit der Wärme zu kämpfen. „Halter sollten gut auf ihr Tier achten und es eventuell aus der Sonne holen“, sagt Ariane Ullrich vom Berufsverband der Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater/innen aus Hofheim. „Nicht jeder Hund bekommt eine Überhitzung mit.“ Vor allem an heißen Tagen sollte man seinen Hund nicht zu stark fordern. „Es reicht in der Regel, am Morgen und am Abend spazieren zu gehen“, sagt die Verhaltensbiologin. Sinnvoll sei es, die Mittagshitze zu vermeiden.

Ein dickes Fell sorgt zusätzlich dafür, dass sich Wärme staut. „Es kann eine große Erleichterung sein, den Hund zu scheren“, sagt Ullrich. „Das gilt insbesondere für alte und geschwächte Hunde.“

Zusätzlich kann man seinem Hund die Hitze erträglicher machen, indem man gefrorenen Joghurt anbietet oder das Spielzeug einfriert, rät Ullrich. Auch ein Bad im See schaffe Erleichterung. Der Hund sollte außerdem immer Zugang zu Trinkwasser haben. Wichtig: Den Hund niemals im Auto lassen, wenn die Außentemperatur mehr als 20 Grad beträgt – auch nicht mit geöffnetem Fenster. „Der Innenraum heizt sich so schnell auf, dass der Hitzetod droht“, sagt Ullrich.

Unangenehm wird es für Katzen, wenn sie Bienen oder Wespen jagen und sich einen schmerzhaften Stich einfangen. Am besten sollte man die Stelle vorsichtig kühlen, zum Beispiel mit einem Kühlpäckchen aus der Apotheke, sagt Knorpp. Dies dürfe aber nicht eiskalt sein. Von dem Hausmittel, eine halbe Zwiebel auf den Stich zu legen, rät sie ab: Dies sei für die Tiere unangenehm – außerdem können Zwiebeln giftig für Katzen und Hunde sein.

Immer wieder einmal erwischen zudem Zecken Katzen oder Hunde, die durch Gras streifen. Davor sollte man sein Tier schützen, rät Behr. Insbesondere auf Hunde können Zecken gefährliche Krankheiten wie Borreliose, FSME und Babesiose übertragen. Katzen seien nicht ganz so empfindlich. „Doch auch bei ihnen ist ein Schutz sinnvoll.“

Behr empfiehlt dafür Mittel, die zwischen die Schulterblätter geträufelt werden und über die Haut der Tiere wirken. „Dabei sollte man sich am besten von einem Tierarzt beraten lassen.“

Die Zecken werden durch bestimmte Geruchsstoffe abgeschreckt. „Beißen sie doch einmal, dann fallen sie schnell tot ab“, sagt Behr. Seit einiger Zeit sind auch viele natürliche Mittel im Umlauf, die Zecken abschrecken sollen, darunter zum Beispiel Schwarzkümmelöl. „Die Wirkung ist nicht erwiesen“, sagt Behr.

„Aber Halter können natürlich ausprobieren, ob solche Mittel bei ihren Tieren helfen.“ Hat doch einmal eine Zecke zugebissen, sollte man diese möglichst gerade herausziehen.

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