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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

So viele Organspenden gab es 2018 im Nordwesten

02.04.2019

Im Nordwesten In Deutschland gibt es trotz allen Werbens viel zu wenig Organspender. Das soll sich ändern – mit der doppelte Widerspruchslösung. Einen entsprechenden Entwurf für die Änderung des Transplantationsgesetzes wurde am Montag vorgestellt, er heizt die Debatte erneut an – auch im Nordwesten.

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Im Oldenburger Land und Ostfriesland gab es im vergangenen Jahr elf Entnahmen, die zu Organspenden führten. So wurde im Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch in Sande ein Organ gespendet. Dr. Markus Teipel, Leitender Arzt der dortigen Interdisziplinären Intensivstation und Transplantationsbeauftragter, findet es richtig, dass die aktuell öffentliche Debatte angestoßen wurde und Menschen dadurch sensibilisiert werden – Organe seien wichtig und es würden mehr gebraucht werden. Dabei stelle er nur infrage, ob die Widerspruchslösung die beste Lösung sei. Das Thema sei sehr komplex. So müsste die ethische Seite ausführlicher als bislang erörtert werden.

Am Evangelischen Krankenhaus in Oldenburg gab es im vergangenen Jahr zwei Organspenden. „Die Widerspruchslösung wurde erneut in die politische Diskussion eingebracht mit der Absicht, die Spenderzahlen zu erhöhen“, sagt der dortige Oberarzt Dr. Wolfgang Ellerbeck. Das Wichtigste im Umgang mit dem Thema Organspende sei das Vertrauen der Menschen in die Medizin und in die Pflegenden und Ärzte. „Eine Widerspruchslösung könnte Ängste wecken und dieses Vertrauen senken sowie die Akzeptanz der Organspende mindern.“

Dabei ist die letzte Änderung des Transplantationsgesetzes, die im Februar vom deutschen Bundestag verabschiedet wurde, erst am 1. April in Kraft getreten. Mit dieser Änderung würden Verbesserungen in den Abläufen und den Strukturen erreicht, etwa eine Verpflichtung der internen und externen Qualitätssicherung, hofft Ellerbeck. „Vielleicht hätte man besser erst die Auswirkungen dieser Gesetzesänderung auf die Zahl der Organspenden abgewartet, bevor mit der sehr umstrittenen Widerspruchslösung ein weiterer Versuch gestartet wird, die Spenderzahlen zu erhöhen“, sagt der Oldenburger Oberarzt.

In vielen Krankenhäusern im Nordwesten können Organe entnommen werden, implantiert werden sie allerdings nur in wenigen Häusern: Deutschlandweit gibt es 46 sogenannte Transplantationszentren mit unterschiedlichen Programmen, erklärt Josephine Wadewitz von der Deutschen Stiftung Organtransplantation, die für die Koordinierung zuständig ist. In Niedersachsen gibt es solche Zentren an der Universitätsmedizin Göttingen (Herz), dem Nephrologischem Zen­trum Niedersachsen in Hann. Münden (Niere) sowie der Medizinischen Hochschule Hannover (Herz, Lunge, Niere, Leber, Pankreas) ansässig.

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Ellen Kranz Redakteurin / Regionalredaktion
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