• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Kein Bündnis mit Linken und AfD

29.10.2019
Frage: Herr Strobl, ein politisches Erdbeben bei der Thüringen-Wahl. Die Parteien der bürgerlichen Mitte haben erstmals bei einer Landtagswahl keine Mehrheit mehr bekommen. Wie bewerten Sie dieses Ergebnis?
Strobl: Sie haben recht. Das Wahlergebnis ist schlimm. Mir macht es große Sorge, dass die Ränder, rechts und links, so stark sind. Die AfD ist vergleichbar stark wie zuletzt in Brandenburg und Sachsen; die Linke profitiert als Partei des Ministerpräsidenten. Insofern sind beide Phänomene irgendwo erklärbar – sich damit abzufinden, geht freilich gar nicht. Das Wahlergebnis wird noch Grundlage sein für viele Diskussionen.
Frage: Thüringens CDU-Chef Mike Mohring will eine Kooperation mit der Linken nicht ausschließen. Die Bundes-CDU lehnt dies strikt ab. Was spricht dagegen? Wäre es nicht Zeit für einen Kurswechsel?
Strobl: Wenn ich an eine Zusammenarbeit mit der Linken denke, sträubt sich alles in mir, wirklich alles. Für mich ist es undenkbar, mit den SED-Nachfolgern zu paktieren – nicht nur, weil im nächsten Monat sich zum 30. Mal der Tag des Mauerfalls jährt. Mike Mohring braucht keine Ratschläge, er kennt die Beschlusslage der CDU in Deutschland: Danach sind Koalitionen mit der Linken und der AfD ausgeschlossen.
Frage: Die Strategie der Abgrenzung zur AfD scheint nicht aufzugehen. Braucht es einen anderen Umgang mit den Rechtspopulisten? Wie lassen sie sich wirksam bekämpfen?
Strobl: Ein Patentrezept gegen diese Partei gibt es nicht. Der Blick in andere europäische Länder zeigt, dass Rechtspopulismus nicht nur bei uns ein Phänomen ist. Wie man am besten damit umgeht – da hat noch niemand eine voll überzeugende Lösung. Klar ist für mich auf jeden Fall: Wir müssen uns gegen Hass und Hetze stellen – und die einfachen Antworten der AfD als das bloßstellen, was sie sind: Gar nichts, das irgendetwas zur Lösung eines einzigen Problems beiträgt. Sicher ist, es reicht nicht, nur zu sagen, warum man nicht die AfD wählen soll. Wir müssen wieder viel stärker für unsere Konzepte, für unsere Ideen werben, couragierte Zukunftsideen entwerfen. Und die Probleme lösen, die die Menschen beschweren – und sich nicht übermäßig mit sich selbst beschäftigen. Ich versuche auch meinen persönlichen Beitrag zu leisten.
Andreas Herholz Korrespondentenbüro Berlin
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2018
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.