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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Konzert endet in Terror und Tränen

24.05.2017

Manchester Nach dem letzten Song von Ariana Grande gibt es einen lauten Knall in der ausverkauften Arena im nordenglischen Manchester. Irgendwo in der Nähe des Eingangs ist etwas explodiert. Madschid Khan (22) ist mit seiner Schwester bei dem Konzert. „Es gab einen Knall wie von einer Bombe“, sagt er. „Wir haben alle versucht, aus der Arena zu fliehen.“ Unbegleitete Kinder schreien in Panik. Auf der Flucht zu den Ausgängen werden Konzertbesucher niedergetrampelt.

Blutüberströmte Menschen liegen auf dem Boden. „Sie waren ganz mit Blut bedeckt und wirklich sehr schwer verletzt“, berichtet ein Mann. Dutzende Menschen sind getötet worden. „Ich kann bestätigen, dass Kinder unter den Toten sind“, sagt Chefermittler Ian Hopkins am Dienstagmorgen. Ein Mädchen war erst acht Jahre alt. Flatterband versperrt den Ort des Grauens. „Da sind noch Leichen drin. Hier kommt keiner rein“, sagt eine Polizistin – und deutet mit dem Kopf auf die Arena hinter ihr. Die Halle, die etwas versteckt hinter dem Victoria-Bahnhof liegt, ist weiträumig abgesperrt. Der Eingang des riesigen grauen Gebäudes ist kaum zu sehen.

Die Behörden behandeln die Tat als Terroranschlag. Ein männlicher Attentäter ist bei der Explosion ums Leben gekommen. Er hatte einen selbstgebauten Sprengsatz zur Explosion gebracht. Augenzeugen berichteten, überall am Tatort seien Metallbolzen verstreut – ein Hinweis, dass der Sprengsatz mit Splittern gefüllt war, um möglichst viele Menschen zu treffen.

Vor allem viele Kinder und Jugendliche haben das Konzert der 23-jährigen US-Popsängerin besucht. „Mir tut es so leid. Mir fehlen die Worte“, twittert Grande nach dem Anschlag. Sie sei „am Boden zerstört“. Eltern suchen verzweifelt mit Fotos in den sozialen Netzwerken nach ihren Kindern. Hotels bieten Schlafmöglichkeiten, Taxifahrer kostenlose Mitfahrgelegenheiten an.

Viele Einwohner der 500 000-Einwohner-Stadt sind am Morgen noch fassungslos. „Ich konnte es nicht glauben. Meine Tochter geht oft die Arena. Meine Frau war erst am Freitag da“, sagt ein Mann. „Ich kann es nicht verstehen.“

Die Explosion hat sich laut Polizei gegen 22.30 Uhr Ortszeit (23.30 MESZ) ereignet. „Der Knall hallte durch das Foyer der Arena, und die Leute fingen an zu laufen“, berichtet ein 17-Jähriger, der mit seiner zwei Jahre älteren Schwester in der Arena war.

Ein anderer Mann schildert, wie er durch einen Ausgang geschleudert wurde. Das ganze Gebäude habe durch die Explosion gewackelt. „Nachdem ich aufstand und umherging, sah ich rund 30 Leute auf dem Boden verstreut. Manche von ihnen waren tot“, berichtet er dem Sender BBC.

Auch Pep Guardiolas Ehefrau Cristina Serra und die zwei Töchter Valeria und María waren in der Konzerthalle, blieben aber unverletzt. Alle drei seien tief geschockt von dem Attentat: „Ich kann nicht glauben, was letzte Nacht passiert ist“, schreibt der frühere FC-Bayern-Coach und jetzige Manchester-City-Trainer am Dienstag auf Twitter.

Gary Walker aus Leeds wartete mit seiner Frau im Foyer, um seine Töchter von dem Konzert abzuholen. Da habe es plötzlich einen „riesigen Blitz, einen Knall und Rauch“ gegeben, sagt er der BBC. Er habe Schmerzen in Fuß und Bein gespürt, seine Frau habe sich hinlegen müssen. Sie hat eine Wunde am Bauch, vielleicht ein gebrochenes Bein.

Zeitgleich in der Arena hatte Tochter Abigail ihre Schwester Sophie an die Hand genommen. „Ich musste sicherstellen, dass meine Schwester da war... Alle rannten und weinten. Es was total furchtbar.“ Als die Mädchen ihre Eltern auf dem Handy anriefen, konnte Walker es kaum fassen. Das seien „fantastische Nachrichten“ gewesen.

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