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LANDTAG CDU-P „Auch Christian Wulff kennt meine Eskapaden“

Von Marco Seng

Frage:

Herr Eppers, wie war das damals, als Sie einen Tumult im Landtag ausgelöst haben?

Eppers:

Das war die Debatte um das Schloss Ringelheim in Salzgitter. Wir waren Opposition und gegen den Verkauf. In meiner Rede habe ich einen historischen Vergleich gezogen zur Sprengung des Braunschweiger Schlosses durch eine SPD-Bürgermeisterin. Da hat es einen Tumult gegeben, weil die SPD das wohl falsch verstanden hat.

Frage:

Legende ist auch Ihre zweitägige Verspätung bei einer Fraktionsreise nach Polen.

Eppers:

Erst habe ich den Flieger verpasst, dann in Berlin den Anschlusszug nach Warschau. Das war natürlich keine Glanzleistung und hat meine Popularität in der Fraktion nicht unbedingt erhöht. Als selbstbewusster Abgeordneter muss man den Spott aber ertragen können.

Frage:

Wie hat Ihr Fraktionschef reagiert?

Eppers:

David McAllister ist damit ganz locker umgegangen. Sein Vorgänger Christian Wulff kannte meine Eskapaden auch schon. Damit kamen alle klar. Die wichtigen Dinge sind auch gelaufen.

Frage:

Womit haben Sie Wulff denn geärgert?

Eppers:

Wir hatten in den ganzen 14 Jahren einmal eine Auseinandersetzung. Da ging es um den Verkauf der Salzgitter AG kurz vor der Landtagswahl 1998.

Frage:

Ein Bock, den Sie geschossen haben, hat Schlagzeilen gemacht...

Eppers:

Sie meinen, als ich in meinem Jagdrevier ganz regulär zwei Stück Rotwild erlegt habe? Stand an der Autobahn und gehörte da nicht hin. Hätte auch einen Verkehrsunfall geben können. Einen Tag später sagt mir der Kreisjägermeister: ,Hermann, schön, ihr habt doch letztes Jahr das Landesjagdgesetz geändert. Das ist jetzt Jagen ohne Abschussplan. Mach’ mal eine Selbstanzeige, da kriegst du dann ein Ordnungsgeld.‘ Drei Monate später bekomme ich von der Stadt Salzgitter einen Bußgeldbescheid über 1100 Euro. Ich habe zähneknirschend gezahlt, als mir mit der Aufhebung der Immunität gedroht wurde.

Frage:

Fühlen Sie sich manchmal als Landtags-Clown?

Eppers:

Nein, wir haben gerade in der CDU eine ganze Reihe von Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten.

Frage:

Sie sind noch jung. Warum nehmen Sie schon Abschied vom Landtag?

Eppers:

Ich habe letzten Sommer überlegt, ob ich noch einmal kandidieren soll und beschlossen: Es reicht. Ich hatte Glück, dass ich Regierung und Opposition kennen gelernt habe. Für meinen Wahlkreis konnte ich eine Menge herausholen. Jetzt werde ich die Freiheit genießen und erstmal Urlaub machen. Die vielen Termine, immer in der Öffentlichkeit stehen, das ist mir irgendwann über den Kopf gewachsen. Ich wollte nicht so lange warten, bis ich weggetreten werde.

Frage:

Können Sie den Beruf weiterempfehlen?

Eppers:

Er ist spannend und macht Spaß, aber nicht jeder ist geeignet. Man braucht dazu ein dickes Fell, Lust, sich darzustellen und ein gewisses Fingerspitzengefühl dafür, wie man in Netzwerken erfolgreich arbeitet.

Von Marco Seng

Frage:

Herr Eppers, wie war das damals, als Sie einen Tumult im Landtag ausgelöst haben?

Eppers:

Das war die Debatte um das Schloss Ringelheim in Salzgitter. Wir waren Opposition und gegen den Verkauf. In meiner Rede habe ich einen historischen Vergleich gezogen zur Sprengung des Braunschweiger Schlosses durch eine SPD-Bürgermeisterin. Da hat es einen Tumult gegeben, weil die SPD das wohl falsch verstanden hat.

Frage:

Legende ist auch Ihre zweitägige Verspätung bei einer Fraktionsreise nach Polen.

Eppers:

Erst habe ich den Flieger verpasst, dann in Berlin den Anschlusszug nach Warschau. Das war natürlich keine Glanzleistung und hat meine Popularität in der Fraktion nicht unbedingt erhöht. Als selbstbewusster Abgeordneter muss man den Spott aber ertragen können.

Frage:

Wie hat Ihr Fraktionschef reagiert?

Eppers:

David McAllister ist damit ganz locker umgegangen. Sein Vorgänger Christian Wulff kannte meine Eskapaden auch schon. Damit kamen alle klar. Die wichtigen Dinge sind auch gelaufen.

Frage:

Womit haben Sie Wulff denn geärgert?

Eppers:

Wir hatten in den ganzen 14 Jahren einmal eine Auseinandersetzung. Da ging es um den Verkauf der Salzgitter AG kurz vor der Landtagswahl 1998.

Frage:

Ein Bock, den Sie geschossen haben, hat Schlagzeilen gemacht...

Eppers:

Sie meinen, als ich in meinem Jagdrevier ganz regulär zwei Stück Rotwild erlegt habe? Stand an der Autobahn und gehörte da nicht hin. Hätte auch einen Verkehrsunfall geben können. Einen Tag später sagt mir der Kreisjägermeister: ,Hermann, schön, ihr habt doch letztes Jahr das Landesjagdgesetz geändert. Das ist jetzt Jagen ohne Abschussplan. Mach’ mal eine Selbstanzeige, da kriegst du dann ein Ordnungsgeld.‘ Drei Monate später bekomme ich von der Stadt Salzgitter einen Bußgeldbescheid über 1100 Euro. Ich habe zähneknirschend gezahlt, als mir mit der Aufhebung der Immunität gedroht wurde.

Frage:

Fühlen Sie sich manchmal als Landtags-Clown?

Eppers:

Nein, wir haben gerade in der CDU eine ganze Reihe von Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten.

Frage:

Sie sind noch jung. Warum nehmen Sie schon Abschied vom Landtag?

Eppers:

Ich habe letzten Sommer überlegt, ob ich noch einmal kandidieren soll und beschlossen: Es reicht. Ich hatte Glück, dass ich Regierung und Opposition kennen gelernt habe. Für meinen Wahlkreis konnte ich eine Menge herausholen. Jetzt werde ich die Freiheit genießen und erstmal Urlaub machen. Die vielen Termine, immer in der Öffentlichkeit stehen, das ist mir irgendwann über den Kopf gewachsen. Ich wollte nicht so lange warten, bis ich weggetreten werde.

Frage:

Können Sie den Beruf weiterempfehlen?

Eppers:

Er ist spannend und macht Spaß, aber nicht jeder ist geeignet. Man braucht dazu ein dickes Fell, Lust, sich darzustellen und ein gewisses Fingerspitzengefühl dafür, wie man in Netzwerken erfolgreich arbeitet.
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