Von matthias eichler
Frage:
Gänsebraten oder Kartoffelsalat – was kommt bei Ihnen zu Weihnachten auf den Tisch, Herr Ellenberg?ellenberg:
Eher Pellkartoffeln. Wir werden ein Fondue machen und dabei verschiedene Kartoffelsorten ausprobieren.Frage: Ihre Lieblingskartoffel ,Linda’ soll es – nach Willen des Lizenzinhabers Europlant GmbH – bald nicht mehr geben. Steigen Sie dann auf Nudeln um?ellenberg:
Für mich wird’s ,Linda’ immer geben. Denn als Ab-Hof-Vermarkter dürfen wir die Sorte weiter anbauen und verkaufen. Ob sie wieder in den Handel gelangt, wird das Bundessortenamt im Februar 2008 entscheiden. Aber ich bin mir ziemlich sicher: ,Linda’ wird es schaffen!Frage:
Woher nehmen Sie diesen Optimismus?ellenberg:
,Linda’ ist eben ziemlich unvergleichlich im Geschmack, sehr cremig und buttrig. Und sie ist sehr ertragreich. Zugegeben: Sie ist weniger resistent als jüngere Sorten. Aber sie ist auch von Jahr zu Jahr beliebter geworden. Letztendlich sollte der Verbraucher selbst entscheiden, ob er sie auch zukünftig auf dem Teller haben möchte.Frage:
Wenn das Bundessortenamt eine Neuzulassung ablehnt – was kommt für Sie nach ,Linda’?ellenberg:
Den Gedanken habe ich gar nicht. Die Kartoffelsorte ist einfach gut! Und im schlimmsten Fall gibt es immer noch die Möglichkeit, ,Linda’ als historisches Saatgut zu beziehen und anbauen zu können.Auf seinem Hof in Barum (Kreis Uelzen) baut Karsten Ellenberg (Bild) ökologische Produkte an. Mit Kartoffeln kennt er sich aus.
