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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Corona-Krise: Johnson am Montagabend auf Intensivstation verlegt

07.04.2020

London Der britische Premierminister Boris Johnson wurde am Montagabend wegen seiner Covid-19-Erkrankung auf die Intensivstation eines Londoner Krankenhauses verlegt. Er sei bei Bewusstsein und brauche derzeit kein Beatmungsgerät, teilte Johnsons Büro mit.

Am Tag hieß es noch von einem Regierungssprecher, der 55-Jährige habe Fieber und Husten. Johnson sei jedoch bei guter Laune und habe eine angenehme Nacht gehabt. Ob der Premierminister schwer an der Lunge erkrankt ist und beatmet werden muss, wollte der Sprecher jedoch nicht sagen. Johnson wird im St. Thomas’ Hospital nahe dem Parlament behandelt. Er arbeite vom Krankenbett aus, sagte der Regierungssprecher.

Der Premier war vor etwa eineinhalb Wochen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er hatte seine Infektion am 27. März bekannt gemacht und sich in Selbstisolation in seine Dienstwohnung zurückgezogen. Noch am Freitag meldete er sich mit einer Videobotschaft zu Wort. Er fühle sich zwar besser, habe aber weiterhin Fieber. „Dem Ratschlag der Regierung zufolge muss ich meine Selbstisolation weiterführen“, sagte der Premier, der angeschlagen wirkte und offenbar Gewicht verloren hatte.

US-Präsident Donald Trump wünschte Johnson nach dessen Einlieferung ins Krankenhaus eine rasche Genesung. „Ich bin voller Hoffnung und sicher, dass er in Ordnung sein wird“, sagte Trump im Weißen Haus. „Er ist ein starker Mann.“ Auch der neue Chef der oppositionellen Labour-Partei, Keir Starmer, und die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon wünschten ihm eine schnelle Genesung.

Johnsons schwangere Verlobte Carrie Symonds hat ebenfalls eine Woche mit Symptomen der Lungenkrankheit im Bett verbracht. Das teilte die 32 Jahre alte ehemalige Kommunikationschefin der Konservativen Partei am Samstag per Twitter mit. Getestet worden sei sie aber nicht.

Johnsons Regierung steht unter starkem Druck: Durch einen Schlingerkurs hat sie im Kampf gegen das neuartige Virus wertvolle Zeit verloren. Im chronisch unterfinanzierten Gesundheitsdienst NHS gibt es zudem nicht genügend Tests, Schutzausrüstungen und Beatmungsgeräte.

Unterdessen hatte sich Königin Elizabeth II. Sonntagabend in einer historischen Fernsehansprache an die Briten gewandt und zum Durchhalten aufgerufen. Die 93-Jährige machte aber auch Mut, dass die Pandemie besiegt werden kann. „Es werden wieder bessere Tage kommen, wir werden mit unseren Freunden vereint sein, wir werden mit unseren Familien vereint sein. Wir werden uns wiedersehen.“

Auch auf die Entbehrungen des Zweiten Weltkriegs spielte die Queen in ihrer vielfach gelobten Rede an. Sie hoffe, „dass die Eigenschaften der Selbstdisziplin, der stillen, gutmütigen Entschlossenheit und des Mitgefühls dieses Land noch immer auszeichnen“. Abgesehen von den traditionellen Weihnachtsansprachen war es erst die vierte Rede dieser Art.

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