• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Us-Proteste: Superstars erheben Stimme gegen Rassismus

03.06.2020

Los Angeles Superstars gehen auf die Straße, sie skandieren mit Demonstranten, sie ergreifen bei Kundgebungen das Wort. Die Corona-Krise sorgte auch in Hollywood wochenlang für eine Schockstarre, nun wehren sie sich gegen das, was George Clooney als „unsere Pandemie“ beschrieb: „Wir sind alle infiziert und in 400 Jahren haben wir noch keinen Impfstoff gefunden.“ In einem eindringlichen Essay schreibt der 59 Jahre alte Oscar-Preisträger bei der Nachrichten-Plattform „The Daily Beast“ am Montag über systemischen Rassismus, Ungleichbehandlung und Polizeibrutalität gegen Schwarze in den USA.

„Es bestehen kaum Zweifel, dass George Floyd ermordet wurde“, sagt der Star über den Tod des 46-jährigen Afroamerikaners nach einem Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota vor einer Woche. Einer von vier beteiligten Beamten drückte ihm minutenlang sein Knie in den Nacken. Floyds vermutlich letzte Worte „Ich kann nicht atmen“ sind bei weltweiten Protesten zum Schlachtruf von Demonstranten geworden. Clooney schildert andere Fälle von Polizeigewalt gegen Schwarze, wie Rodney King und Eric Garner.

Floyds schockierender Tod hat Hollywood aufgerüttelt, nicht nur zu eindringlichen Appellen, Tweets und Spendenaufrufen für Opfer von Rassengewalt. Oscar-Preisträger Jamie Foxx („Ray“) war am Montag in San Francisco an der Seite der schwarzen Bürgermeisterin London Breed mit einem symbolischen Kniefall bei einem „Kneel-in“ dabei. Im American Football hatte Profispieler Colin Kaepernick 2016 mit einer ähnlichen Geste eine Protestwelle gegen Unterdrückung von Schwarzen und gegen Polizeigewalt in den USA gestartet.

Foxx, der in der vergangenen Woche schon in Minneapolis demonstriert hatte, forderte seine „Hollywood-Freunde“ zu mehr Taten auf. Sie müssten auf die Straße gehen, um den Schmerz der Menschen zu verstehen, statt von Zuhause aus zu tweeten oder SMS-Botschaften zu verschicken.

Selten haben sich so viele Promis unterschiedlichen Alters, Hautfarbe und Herkunft geschlossen und lautstark hinter eine Sache gestellt, von Justin Bieber, Arnold Schwarzenegger, Celine Dion, Jennifer Lopez, John Legend bis Beyoncé. Tenor ist Empörung über Polizeibrutalität, Missachtung der Bürgerrechte und die Benachteiligung von Minderheiten. Auch finanziell wird ein Zeichen gesetzt. Der Ex-Boxer Floyd Mayweather wird die Kosten der Beerdigung von George Floyd für dessen Familie übernehmen.

Andere Stars, darunter Sängerin Taylor Swift, wandten sich direkt an den US-Präsidenten Donald Trump, der Demonstranten mit einem gewaltbereiten Militäreinsatz drohte. „Nachdem du während deiner gesamten Präsidentschaft die Feuer der weißen Vorherrschaft und des Rassismus angefacht hast, hast du jetzt die Nerven dazu, moralische Überlegenheit vorzutäuschen und dann mit Gewalt zu drohen?“, empörte sich Swift vorige Woche auf Twitter. „Wir werden dich im November aus dem Amt wählen.“

George Clooney greift Trump auch unverhohlen an, ohne ihn aber beim Namen zu nennen. Wir brauchen Politiker, die ihre Bürger gleich behandeln, „nicht Anführer, die Hass und Gewalt schüren“, schreibt der Hollywood-Star in seinem Gastbeitrag. „Und es gibt nur einen Weg in diesem Land eine dauerhafte Veränderung herbeizuführen: Geht wählen.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.