LUXEMBURG - LUXEMBURG/DPA - Die EU-Außenminister haben am Montag offiziell grünes Licht für den Einsatz einer rund 1500 Mann starken Truppe im Kongo gegeben. Die Soldaten, darunter 789 Deutsche, sollen die für 30. Juli geplanten Parlaments- und Präsidentenwahlen in dem zentralafrikanischen Staat absichern. Die EU-Truppe soll von Bundeswehrgeneral Karlheinz Viereck aus einem Hauptquartier in Potsdam geleitet werden.
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier bekräftigte, der Einsatz der deutschen Soldaten werde nur vier Monate dauern. „Ich gehe davon aus, dass diese vier Monate reichen werden“, sagte Steinmeier. Die EU-Kongotruppe will etwa 450 Soldaten in der Hauptstadt Kinshasa stationieren. Der Rest soll vor allem im benachbarten Gabun in Bereitschaft gehalten werden und innerhalb weniger Stunden einsatzbereit sein.
Die Soldaten sollen vor allem dafür sorgen, dass das Wahlergebnis von allen Beteiligten anerkannt wird. Sie sollen auch internationale Wahlbeobachter in Sicherheit bringen, sofern dies nötig ist. Die Vereinten Nationen haben eine 17 000 Mann starke Friedenstruppe im Kongo stationiert, allerdings schwerpunktmäßig im bürgerkriegsgeschüttelten Osten. Die Kongo-Truppe der EU soll bis Mitte Juli an Ort und Stelle sein.
