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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Bischofskonferenz: So läuft die Wahl zum künftigen Vorsitzenden

02.03.2020

Mainz Auf ihrer Versammlung in dieser Woche in Mainz wählen die katholischen Bischöfe einen neuen Vorsitzenden. Fragen und Antworten:

Warum wird ein neuerVorsitzender gewählt?

Anfang Februar hat Kardinal Marx überraschend angekündigt, nicht erneut anzutreten. „Ich finde, es sollte die jüngere Generation an die Reihe kommen“, schrieb der 66-Jährige. Seine sechsjährige Amtszeit endet nun, eine einmalige Wiederwahl wäre möglich.

Dürfen nur die Ortsbischöfe wählen?

Nein, in Deutschland auch die Weihbischöfe. Sie unterstützen ihren Diözesanbischof vor allem bei Aufgaben, die an die Bischofsweihe geknüpft sind. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter werden von der Vollversammlung gewählt, und die „Hilfs-Bischöfe“ (Auxiliarbischöfe) gehören dazu.

Was bedeutet das für die Wahl?

Manche sehen sie als Stunde der Weihbischöfe. Diese Bischöfe stehen zwar „in der zweiten Reihe“, haben aber bei der geheimen Abstimmung die Mehrheit. Genau das macht Prognosen so schwierig. Die Stimmung der Weihbischöfe aus allen 27 Diözesen lässt sich kaum abschätzen. Von den 69 Wahlberechtigten in Mainz stellen sie knapp zwei Drittel. Der Vorsitzende muss aber „aus dem Kreis der Diözesanbischöfe“ stammen.

Wie viele Stimmenbraucht er?

In den ersten beiden Wahlgängen ist eine Zweidrittel-Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten erforderlich, voraussichtlich also 46 Stimmen. Danach genügt die Mehrheit. Nicht planbar ist, wie viele Wahlgänge erforderlich sind. Für Dienstag, 13 Uhr, ist eine Pressekonferenz mit dem neuen Vorsitzenden angesetzt, sie kann laut Bischofskonferenz „gegebenenfalls vorverlegt werden“.

Was ist dieses Maldas Besondere?

Die Wahl wird mit Spannung erwartet, weil in Deutschland gerade ein kirchliches Reformprojekt angelaufen ist. Bei diesem Synodalen Weg spielt der Konferenz-Vorsitzende natürlich eine besondere Rolle. Denn auch unter den Bischöfen gibt es unterschiedliche Vorstellungen über die Kirche der Zukunft. Sie ringen darum, ob der Weg aus der Krise eher über Reformen führen soll oder eher über ein Bewahren und eine Erneuerung im Glauben. Es geht in Mainz also auch um den Kurs der katholischen Kirche in Deutschland.

Wer hat nun diebesten Chancen?

Ginge es um ein Amt in der Politik, kämen auf Anhieb zwei Personen in Betracht: der Vize und der ranghöchste Parteifreund aus dem mächtigsten Landesverband. Doch der bisherige stellvertretende Vorsitzende Franz-Josef Bode (69) hat mit Verweis auf sein Alter bereits abgewinkt. Und der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki (63) sagte: „Ich möchte mich auf die Herausforderungen konzentrieren, die sich mir als Erzbischof von Köln und als Kardinal der katholischen Weltkirche stellen.“

Welche Namen fallen oft?

In vielen Spekulationen der Medien tauchen vor allem zwei Erzbischöfe auf: Heiner Koch und Stephan Burger. In der Hierarchie folgen sie gleich auf die Kardinäle. Koch (65) kam von Köln über Dresden nach Berlin, steht für Verbindendes zwischen West und Ost. Burger (57) ist als Zuständiger für die Hilfswerke Caritas und Misereor von Amts wegen oft in Krisengebieten unterwegs. Für einen Generationswechsel würde auch der in den Medien ebenfalls als Kandidat gehandelte Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer stehen. Der gebürtige Emsländer ist 58 Jahre alt – für Kirchenverhältnisse also jung.

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