MARKTL - MARKTL/DPA - In dem oberbayerischen Ort Marktl am Inn wurde Papst Benedikt XVI. am 16. April 1927 geboren und getauft. Dort verbrachte er seine beiden ersten Lebensjahre, bevor die Familie nach Tittmoning an der Salzach zog. Nach der Wahl Joseph Ratzingers zum Papst rückte die heute rund 2700 Einwohner zählende Marktgemeinde in den Fokus der Medien, manche Geschäftsleute zeigten sich kreativ beim Erfinden von Papst-Souvenirs. So entstanden Begriffe wie „Media-Marktl“ und „Vermarktelung“.
Die Geschichte des Orts lässt sich bis ins 13. Jahrhundert zurück verfolgen. Damals wurde Marktl als Hofmark der Grafen von Leonberg gegründet und die erste Kirche dem Heiligen Oswald geweiht. Das Geburtshaus von Papst Benedikt XVI. war bis Anfang 2006 in Privatbesitz. Mittlerweile hat es die eigens gegründete kirchliche „Stiftung Geburtshaus Papst Benedikt XVI.“ erworben. Die beteiligten Bistümer wollen dort den persönlichen und geistlichen Lebensweg des Papstes nachzeichnen.
Als bedeutsam werden die Umstände der Taufe des Papstes in Marktl am Inn angesehen. Der Säugling wurde am Tag seiner Geburt, dem Karsamstag des Jahres 1927, mit dem gerade geweihten Osterwasser auf den Namen Joseph Aloisius Ratzinger getauft. Der in der Zwischenzeit im Marktler Heimatmuseum ausgestellte Taufstein wurde wieder in die Pfarrkirche St. Oswald zurückgebracht.
