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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

WOCHE DES SEHENS: Mehr Aufmerksamkeit für Sehbehinderte

13.10.2006

KASSEL KASSEL - Rund 37 Millionen Menschen weltweit können nicht sehen. Das Augenlicht, für die große Mehrheit eine Selbstverständlichkeit, derer sie sich im Alltag nicht bewusst wird, haben Millionen von Blinden entweder verloren oder aber noch nie besessen. Die internationale Kampagne „Vision 2020“ macht auf die Probleme blinder und augenkranker Menschen aufmerksam. Sie ist Schwerpunkt der diesjährigen „Woche des Sehens“.

Mit der symbolischen Verhüllung des Louis-Spohr-Denkmals auf dem Opernplatz in Kassel wurde die Aktionswoche am vergangenen Montag eröffnet. Sängerin und Moderatorin Isabel Varell sowie Organisatorin Anette Keseberg legten dem Komponisten und Ehrenbürger Kassels eine Binde über die Augen. „Über 17 Millionen Star-Blinde warten auf Heilung. Ich finde, es lohnt sich hier mitzuhelfen“, erklärte Varell. In Deutschland gibt es nach Angaben der Initiatoren 155 000 Blinde und 500 000 Sehbehinderte.

Unter dem Motto „Blindheit verstehen, Blindheit verhüten“ macht die Woche des Sehens bundesweit mit rund 450 Aktionen auf die Bedeutung guten Sehvermögens, die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie die Situation blinder Menschen in Deutschland und in den Entwicklungsländern aufmerksam.

Einer der Initiatoren von „Vision 2020“ ist die Christoffel-Blindenmission (CBM), die in rund 100 Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas aktiv ist. Nach Angaben der CBM ist fast die Hälfte der 37 Millionen Blinden am Grauen Star erkrankt, der durch eine Operation geheilt werden kann. Die Kampagne hat zum Ziel, bis zum Jahr 2020 die Hauptursachen von Blindheit weltweit zu bekämpfen und vor allem den Millionen Armen ein Recht auf Augenlicht zu geben. Organisatorin Anja Michalek nennt Zahlen, die zeigen, dass dieses Ziel nicht unerreichbar ist. Nach ihren Angaben könnten 80 Prozent der 37 Millionen ohne größeren Aufwand wieder sehen. „Bei jedem zweiten ist es grauer Star, ein Problem, dass mit einer einfachen 30-Euro-Operation behoben werden könnte. Und auch bei den anderen Fällen ist mit wenig Geld viel Hilfe möglich.“

An der fünften „Woche des Sehens“ beteiligen sich nach Angaben der Veranstalter mehr als 80 Organisationen und fast 500 Augenärzte. Zu den Aktionen gehören Vorlesungen und Informationsveranstaltungen, aber auch Führungen durch dunkle Museen oder Essen in „Dunkelrestaurants“. Am Sonntag weist der „Tag des weißen Stocks“ auf die Belange blinder Menschen für ein selbstständiges Leben hin.

www.woche-des-sehens.de

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