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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Messe setzt voll auf Umweltschutz

26.05.2008

SCHöNEFELD Mit ersten Probeflügen auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld sind die Vorbereitungen zur Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA 2008, die am 27. Mai startet, in die Schlussrunde gegangen. „Bis zum 1. Juni werden hier rund 300 Fluggeräte zu sehen sein, vom Oldtimer bis zum A380“, sagt Flugdirektor Wolfram Cornelius. Bis zu 400 Flugbewegungen werde es allein an den letzten drei Tagen der Messe geben, wenn die Luftfahrtschau für den Publikumsverkehr

öffnet. „Und Sicherheit wird dabei großgeschrieben“, betont Cornelius.

Noch am Wochenende wurde auf dem 250 000 Quadratmeter großen Gelände gehämmert, gebaut und geflucht. Immerhin wird es so eng wie noch nie auf der ILA. Denn nach den Worten von ILA-Chef Stefan Grave rechnet die Messe dieses Jahr mit rund 1100 Ausstellern, „mehr als im Rekordjahr 2002“. Damals waren „nur“ 1067 Aussteller gekommen.

Unter den Ausstellern aus 40 Ländern sind alle großen Anbieter wie EADS, Airbus, Eurocopter, Eurofighter, Eurojet oder Arianespace vertreten. Nur der amerikanische Flugzeughersteller Boeing ist nicht dabei. „Aber irgendwann wird auch er kommen“, ist sich Grave sicher.

Cornelius weist indes darauf hin, dass zahlreiche Boeing-Maschinen in Berlin zu sehen sind, von den „normalen“ Passagierflugzeugen bis zum B-1B-Bomber der US-Luftwaffe.

Zunächst startet die Messe für Fachbesucher, rund 100 Veranstaltungen sind geplant. „Ein Schwerpunkt dürfte die Umwelt sein“, sagt Messesprecher Wolfgang Rogall. Schließlich sei Öko-Effizienz längst zu einem der wichtigsten Themen des Luftverkehrs geworden, auch wenn dieser nur zwei bis drei Prozent des CO2-Ausstoßes weltweit zu verantworten habe. Der der Super-Airbus A380 habe als „quasi das Drei-Liter-Auto der Lüfte“ Maßstäbe gesetzt.

Für das breite Publikum, das vom 30. Mai bis 1. Juni auf dem Südgelände des Berliner Flughafens Schönefeld erwartet wird, dürften vor allem die Flugschauen interessant sein. „Täglich von 10.30 Uhr bis 17.00 Uhr wird es Vorführungen geben“, sagt Flugdirektor Cornelius. Damit die Anwohner nicht über Gebühr belästigt werden, sollen zur Mittagspause zwischen 12.30 Uhr und 14.30 Uhr nur lärmarme Fluggeräte in die Luft steigen.

Am Freitag zogen erstmals lärmende Jets, Hubschrauber und Transportflugzeuge über den Himmel, denn jedes Flugzeug muss seine ILA-„Tauglichkeit“ beweisen. Das gilt auch für die Militärflugzeuge, die rund 30 Prozent der ausgestellten Luftgeräte ausmachen. „Hier wird es keinen Kunstflug mit Militärjets geben“, versichert Cornelius. Den Sicherheitschef der ILA, Jürgen Freytag, plagen derweil „irdische“ Sorgen. Wie können die erwarteten gut 200 000 Besucher gefahrlos die Luftfahrtmesse genießen? Was das von der Bundeswehr „ausgeborgte“ Flug-Radar für die Lüfte ist, sind für ihn Kontrollen und Sicherheitskameras sowie eine gute medizinische Versorgung am Boden. Den „worst case“ eines Flugunfalls will Freytag nicht in den Fokus rücken. Doch auch für kleinere Zwischenfälle sieht sich Freytag bei der inzwischen neunten Auflage der ILA gerüstet.

Um die Sicherheit besorgt ist auch Cockpit: Die Pilotenvereinigung will laut Medienberichten auf der ILA vor einem Sicherheitsrisiko durch einen Mangel an qualifizierten Piloten warnen. Die Gewerkschaft stelle dort den Maßnahmenkatalog „Sicherer Himmel 2008“ vor und kritisiere unter anderem, dass wegen des hohen Bedarfs an Piloten die Ausbildung zu sehr in den Flugsimulator verlagert werden könnte.

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