• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Gemeinschaftswille als Band der Gläubigen

11.05.2018

Münster „Gut! Jetzt könnt Ihr eine Parade“, lobt Heinrich Dickerhoff. „Aber ein guter Schwertkämpfer will nicht nur einen Schlag abwehren können, sondern gleich wieder selbst nach vorne gehen“, sagt der Theologe, Märchenerzähler und Autor aus Cloppenburg. „Das ist wie im Leben: Wenn man mal unten ist, sollte man versuchen, nach oben zu kommen.“

Dickerhoffs Workshop „Schwertfechten“ beim 101. deutschen Katholikentag in Münster ist ausgebucht. Vertrauen, Selbstbeherrschung und Entschiedenheit will der Direktor der Akademie Stapelfeld hier vermitteln. Mancher Konflikt ließe sich leichter lösen mit neuer Perspektive. „Das gilt auch für die Kirche.“

*  Wandern als Freizeitsport ist ein Riesentrend. „Davon profitiert auch das Wallfahren“, sagt Hans-Werner Dierkes. Das Interesse ist deutlich gewachsen.“ Der Wallfahrtsseelsorger aus Münster stellt beim Katholikentag die nordwestdeutschen Wallfahrtsorte vor. Das Publikum der Wallfahrer sei bunt gemischt. „Bei der Fußwallfahrt von Osnabrück nach Telgte mit bis zu 12 000 Teilnehmern ist die Hälfte unter 40.“

Etwas Besonderes sei die Motorradwallfahrt nach Werl im Bistum Paderborn. „Da kommen auch Leute, die nicht jeden Sonntag in die Kirche gehen.“ Was macht Wallfahrten so attraktiv? „Vor allem das Gemeinschaftserlebnis“, stellt Dierkes fest.

*  Die Kirchengewerkschaft hat trotz hoher Steuereinnahmen viel zu tun. „Ein heißes Thema im Nordwesten sind die unterschiedlichen Vergütungen für Mitarbeiter im Pflegebereich“, sagt Franz-Josef Plesker, stellvertretender Vorsitzender im Bistum Münster. Die Caritas Friesoythe könne nicht so gut bezahlen wie Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen. „Bei der Vergütung liegen Welten dazwischen.“ Ursache sei die deutlich schlechtere Förderung durch das Land Niedersachsen. Die Caritas-Einrichtungen im Offizialatsbezirk Vechta könnten sich nicht so gut refinanzieren. Eine Lösung sei bislang nicht in Sicht.

*  Churchtools – so heißt ein Unternehmen aus Karlsruhe, das Gemeinden eine Online-Plattform zur Verfügung stellt. „Es ist geeignet, um zum Beispiel Gruppen zu organisieren“, sagt Geschäftsführer Matthias Huber. „So lassen sich zum Beispiel Messdiener-Dienste einteilen und Vertretungen organisieren.“ In über 1000 Gemeinden in den deutschsprachigen Ländern werde die Plattform eingesetzt. Die Preise beginnen bei zehn Euro im Monat für Gruppen bis 200 Mitglieder.

*  Welche Verkehrslage? Mit einer spitzen Bemerkung reagierte eine Besucherin auf die Absage von Horst Seehofer. Der Bundesinnenminister, der zu einer Debatte über die Flüchtlings- und Integrationspolitik angekündigt war, hatte sich mit Blick auf die Verkehrslage entschuldigen lassen. Als Vertreter sprach sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für pragmatische Arbeit mit Flüchtlingen aus. Ralph Meyer aus Jever, der beim Malteser-Hilfsdienst die Arbeit von Ehrenamtlichen mit Flüchtlingen unterstützt, berichtete von seinen Erfahrungen. Ehrenamtliche fühlten sich im Stich gelassen. Die Euphorie von 2016 sei abgeklungen. „Aber wir brauchen jede Hand.“ Die Hilfe in den Familien sei zum Teil sehr belastend. „Es gibt einen Punkt, da endet ehrenamtliches Engagement.“

*  Traktoren-Geräusche, Möwen-Kreischen, Stoppelmarkt-Trubel – mit Klängen, die für das Oldenburger Land typisch sind, präsentiert sich der nördliche Teil des Bistums Münster auf dem Kirchentag. Mit einem Holzturm, der an einen Leuchtturm erinnert, macht der Offizialatsbezirk Vechta zwischen weiteren Regionen des Bistums Münster auf sich aufmerksam.

*  Ein Hingucker ist auch der Stand der Oldenburger Bewegung Wandelherz in knalligem Magenta. Geiz-ist-Geil-Mentalität macht viel kaputt – diese Überzeugung liegt der Initiative aus Reihen der Arbeitnehmerbewegung zugrunde. „Wandel Dein Herz“ lautet die Botschaft zum Konsumverhalten, die das Bewusstsein verändern soll.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.