N - Die Aufnahme irakischer Flüchtlinge in Deutschland geht auf einen Beschluss der europäischen Innenminister zurück. Die Politiker hatten sich im November vergangenen Jahres darauf verständigt, 10 000 besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen eine Perspektive in der Europäischen Union zu eröffnen. 2500 davon sollen in Deutschland unterkommen, wo sie eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis erhalten.
Der Kreis der irakischen Flüchtlingen, die nach Deutschland dürfen, ist nach Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) allerdings eng begrenzt – kommen dürfen nur Iraker, die nach Syrien oder Jordanien geflüchtet sind. Darüber hinaus muss es sich um „besonders schutzwürdige“ Menschen wie Kinder, Folteropfer oder alte Menschen handeln, die keine Rückkehrperspektive in den Irak haben. Die Bewerber müssen bereit sein, sich in Deutschland zu integrieren.
Keine Chance haben Angehörige des frühen irakischen Regimes, Straftäter sowie Iraker mit Verbindungen zu terroristischen Vereinigungen. Geprüft wird die Eignung in einem mehrstufigen Verfahren.
