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Die Grünen-Landtagsabgeordnete Ursula Helmhold hatte Wulff 2010 nach seinen Geschäftsbeziehungen zu Egon Geerkens gefragt. Der Fraktionsvorsitzende der niedersächsischen Grünen, Stefan Wenzel,
FRAGE:
Frau Helmhold, fühlen Sie sich von Wulff getäuscht?
HELMHOLD
: Ja, ich fühle mich wirklich nicht korrekt informiert.
FRAGE:
Was werfen Sie ihm vor?
HELMHOLD
: Mag sein, dass er formaljuristisch auf unsere Anfrage damals richtig geantwortet hat, aber politisch hat er falsch geantwortet. Natürlich gibt es einen Zusammenhang mit einem Kredit, den einem die Frau eines Unternehmers gewährt, mit dem man eng verbandelt ist und der ja teilweise noch über die Konten dieses Freundes abgewickelt wurde.
FRAGE:
Was wäre 2010 passiert, wenn Wulff den Kredit zugegeben hätte?
HELMHOLD
: Es wäre für ihn noch enger gewesen und im Vorfeld der Bundespräsidentenwahl vielleicht auch noch schwieriger geworden.
FRAGE:
Fordern Sie den Rücktritt?
HELMHOLD
: Wulff muss zunächst einmal aufklären. Er muss zum Beispiel erklären, warum er den Kredit schnell abgelöst hat, nachdem die anderen Dinge ruchbar geworden sind. Die Konsequenzen muss er dann mit sich selber ausmachen.
FRAGE:
Was werden die Grünen jetzt tun?
HELMHOLD
: Wir werden prüfen, welche parlamentarischen Mittel uns für die weitere Aufklärung zur Verfügung stehen.